03 February 2026, 22:37

Verdi-Streiks legen Kitas und Sozialdienste in NRW lahm – Eltern und Pflegebedürftige betroffen

Ein Plakat zeigt die Anti-Kinderarbeit-Bewegung in Missouri mit einer Gruppe von Menschen in traditioneller Kleidung, einige stehen, einige sitzen, mit Gesichtern voller Sorge, Angst und Verzweiflung, mit der Aufschrift "Die Anti-Kinderarbeit-Bewegung in Missouri" oben und unten.

Erste Warnstreiks in Awo-Kindergärten - Verdi-Streiks legen Kitas und Sozialdienste in NRW lahm – Eltern und Pflegebedürftige betroffen

Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi sorgen für Einschränkungen in Kitas und Sozialdiensten in Nordrhein-Westfalen

In dieser Woche wird es in Nordrhein-Westfalen aufgrund von Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi zu Beeinträchtigungen in der Kinderbetreuung und in sozialen Einrichtungen kommen. Betroffen sind Kitas, Pflegeheime und Hortangebote der Arbeiterwohlfahrt (AWO), die am Mittwoch und Donnerstag ganz oder teilweise schließen müssen. Die Gewerkschaft fordert höhere Löhne, bessere Ausbildungsbedingungen und zusätzliche Urlaubstage für ihre Mitglieder.

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Am Mittwoch, dem 4. Februar, werden die Streiks die AWO-Kitas in Essen, im Rhein-Erft-Kreis, in Bonn, im Rhein-Sieg-Kreis und in Köln treffen. Allein in Essen sind 23 Einrichtungen betroffen – einige werden Notgruppen einrichten, eine Notbetreuung anbieten oder vorübergehend schließen. Unterstützungsdemonstrationen sind in Essen, Aachen und Köln geplant.

Auch in Kölner Pflegeeinrichtungen könnte es zu Einschränkungen kommen, doch die Gewerkschaft sichert zu, dass die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner gewährleistet bleibt. Die Streiks setzen sich am Donnerstag, dem 5. Februar, in Ostwestfalen-Lippe fort, wo Kitas, Pflegeheime und Hortbetreuung betroffen sein werden. Zudem ist eine Kundgebung in Herford vorgesehen.

Verdi verlangt für alle AWO-Beschäftigten eine monatliche Bruttoerhöhung von 500 Euro, für Auszubildende kommen 300 Euro hinzu. Weitere Forderungen umfassen drei zusätzliche freie Tage pro Jahr für Gewerkschaftsmitglieder sowie verbesserte Arbeitsbedingungen für Auszubildende. Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen als unrealistisch ab und werfen der Gewerkschaft vor, mit überzogenen Anforderungen gezielt neue Mitglieder werben zu wollen.

Die genaue Zahl der betroffenen Einrichtungen steht noch nicht fest, doch die AWO beschäftigt in der Region rund 35.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sozialen Diensten, die nach Tarifvertrag bezahlt werden.

Die Streiks werden vorübergehend zu Einschränkungen in der Kinderbetreuung und Altenpflege in mehreren Städten führen. Während Verdi auf höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen pocht, bleiben die Arbeitgeber hart. Ob es zu weiteren Arbeitskämpfen kommt, hängt vom Verlauf der Verhandlungen ab.