Vodafone pumpt 140 Millionen in KI-Chatbot TOBi – und baut gleichzeitig Jobs ab
Lara MeyerVodafone pumpt 140 Millionen in KI-Chatbot TOBi – und baut gleichzeitig Jobs ab
Vodafone Deutschland investiert 140 Millionen Euro in die Aufrüstung seines Kundenservice-Chatbots TOBi. Der Schritt ist Teil eines umfassenden Umstrukturierungsplans, der auch Stellenabbau und die Zusammenlegung von Systemen umfasst. Das Unternehmen will die Fähigkeiten von TOBi im Bereich der Hardware-Fehlerbehebung und Router-Einrichtung für Kunden in den kommenden Wochen deutlich verbessern.
TOBi wurde vor fünf Jahren eingeführt und hat seitdem bereits über acht Millionen Kundenanfragen in Deutschland bearbeitet. Im Jahr 2022 löste der Chatbot 65 Prozent dieser Fälle ohne menschliches Zutun. Nun plant Vodafone, seine Leistung weiter zu steigern, indem es fortschrittliche KI-Tools von OpenAI wie ChatGPT, DALL-E und Whisper über die Microsoft-Azure-Cloud-Plattform integriert.
Die Investition fließt zudem in die Umstrukturierungsmaßnahmen des Unternehmens. Im März 2023 kündigte Vodafone an, rund 2.000 Stellen abzubauen oder zu verlagern – das entspricht etwa 13 Prozent der Belegschaft. Gleichzeitig treibt das Unternehmen den Einsatz von KI voran und führt seine Kundensupport-Systeme für Festnetz- und Mobilfunkdienste zusammen, um die Abläufe effizienter zu gestalten.
Der aufgerüstete TOBi soll Kunden künftig bei Hardware-Problemen und Router-Installationen unterstützen. Durch die Einbindung der OpenAI-Technologie sollen Reaktionszeiten beschleunigt und die Lösung von Problemen optimiert werden. Mit der 140-Millionen-Euro-Investition setzt Vodafone ein klares Zeichen für die Modernisierung seiner Kundenservice-Infrastruktur.






