VRR schafft Zweistreifen-Tickets bis 2026 ab – Kritik an Kosten und Barrierefreiheit
Leon KrausVRR schafft Zweistreifen-Tickets bis 2026 ab – Kritik an Kosten und Barrierefreiheit
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) stellt Zweistreifen-Papiertickets bis 2026 ein
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat Pläne bekannt gegeben, seine bewährten Zweistreifen-Papiertickets bis 2026 schrittweise abzuschaffen. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Umstellung auf digitale Ticketlösungen – doch die Änderungen stoßen bereits jetzt auf Kritik wegen der Kosten und mangelnder Barrierefreiheit.
Ab 2026 werden Fahrgäste die vertrauten Zweistreifen-Tickets, mit denen derzeit das gesamte VRR-Netz genutzt werden kann, nicht mehr erwerben können. Stattdessen wirbt der Verbund für digitale Alternativen wie das "Eezy"-Ticket, das per Smartphone gebucht werden kann.
Die Umstellung sorgt bei Fahrgastverbänden für Unmut. Besonders problematisch sei die fehlende Barrierefreiheit, da nicht alle Reisenden über ein Smartphone verfügen oder mit digitalen Systemen vertraut sind. Auch der Verkehrclub Deutschland (VCD) hinterfragt, ob die Tarife künftig erschwinglich bleiben – vor allem für Kurzstrecken.
Die Preise für Fahrten in benachbarte Städte werden sich mehr als verdoppeln und von 3,60 Euro auf 7,80 Euro steigen. Diese drastische Erhöhung heizt die politische Debatte über die Ausrichtung des VRR weiter an. Einige stellen sogar infrage, ob Solingen unter den neuen Preisstrukturen weiterhin Teil des Verbunds bleiben sollte.
Die Abschaffung der Zweistreifen-Tickets und der Zwang zu digitalen Lösungen treten 2026 vollständig in Kraft. Die Preiserhöhungen und Barriereprobleme haben jedoch bereits jetzt breite Besorgnis ausgelöst. Lokale Behörden und Fahrgastverbände fordern nun weitere Gespräche, um die Auswirkungen auf Pendler im Alltag zu klären.






