11 April 2026, 20:08

Wanderungsströme zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland kehren sich um

Alte Deutschlandkarte mit Provinzen, mit handgeschriebenem Text auf altem Papier.

Wanderungsströme zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland kehren sich um

Wanderungsbewegungen zwischen Siegen-Wittgenstein und Ostdeutschland haben sich in den letzten drei Jahrzehnten gewandelt. Seit der Wiedervereinigung sind mehr Menschen aus dem Osten zugezogen als weggegangen – doch aktuelle Entwicklungen zeigen eine Umkehr des Trends. Neue Zahlen offenbaren veränderte Muster bei der Wahl des Wohnorts.

Seit 1991 haben etwa 12.700 Menschen aus Ostdeutschland ihren Wohnsitz in den Kreis Siegen-Wittgenstein verlegt. Den größten Zuzug gab es 1991, als fast 1.200 Menschen aus den neuen Bundesländern in die Region kamen. Zwischen 2010 und 2019 pendelten sich die Zahlen ein: Jährlich zogen 200 bis 300 Personen aus dem Osten in die Region.

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Die meisten Neuzuwanderer stammen ursprünglich aus Sachsen-Anhalt, während am wenigsten Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern kommen. Im selben Zeitraum verließen rund 9.200 Einwohner Siegen-Wittgenstein in Richtung Ostdeutschland.

Seit 2020 hat sich der Trend umgekehrt: Mittlerweile ziehen mehr Menschen aus Siegen-Wittgenstein in den Osten als umgekehrt. Die Daten verdeutlichen einen klaren Wandel in den Wanderungsströmen. Nach Jahrzehnten mit einem Netto-Zuzug aus dem Osten verzeichnet die Region nun mehr Fortzüge. Sachsen-Anhalt bleibt das wichtigste Herkunftsland für Zuziehende, während Mecklenburg-Vorpommern den geringsten Anteil stellt.

Quelle