10 November 2025, 02:08

Wie ein Schiedsrichter-Patzer 1975 zur Bremer Kult-Legende wurde

Ein Fußballspiel im Gange mit sechs Spielern auf dem Feld, drei sichtbaren Fußballen, zahlreichen Zuschauern in Regenmänteln mit Schirmen und mehreren Kameramännern, die das Ereignis aufnehmen.

Wie ein Schiedsrichter-Patzer 1975 zur Bremer Kult-Legende wurde

Schiedsrichter Wolf-Dieter Ahlenfelder sorgte 1975 in einem Bundesliga-Spiel in Bremen nicht wegen seiner Spielführung für Schlagzeilen, sondern wegen einer amüsanten Panne, die Zuschauer und Offizielle gleißend lachen ließ. Die Anekdote inspirierte später eine lokale Tradition – und sogar eine Kneipe, die heute seinen Namen trägt.

Ahlenfelder, der erst sein drittes Bundesliga-Spiel leitete, pfiff die erste Halbzeit 13 Minuten zu früh ab – wegen „Problemen mit seiner Uhr“, wie er später erklärte. Dass dieser Fauxpas ihn in die Bremer Fußballgeschichte eingehen lassen würde, ahnte er damals nicht.

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Vor dem Spiel hatte der Unparteiische selbst zugegeben, ein Bier und einen Malteser-Kräuterlikör getrunken zu haben. Als man ihn auf seinen angeblichen Alkoholpegel ansprach, wurde er unter eine kalte Dusche gestellt und mit Wick VapoRub eingerieben, um etwaige Gerüche zu überdecken. Doch sein Verhalten auf dem Platz ließ sich kaum vertuschen.

Die Geschichte belustigte nicht nur Werder Bremens damaligen Präsidenten Franz Böhmert, sondern bescherte Ahlenfelder auch den Medien-Spitznamen „lustigster Schiri der Liga“. Seitdem gibt es in Bremen eine besondere Tradition: Wer einen „Ahlenfelder“ bestellt, bekommt ein Bier mit einem Kurzen Malteser-Likör serviert. Diese Gepflogenheit feiert 2025 ihr 50-jähriges Jubiläum – und begann eben jenes Jahr 1975. Eine Kneipe in der Nähe des Weser-Stadions, liebevoll „Waldis“ genannt, hält die Erinnerung bis heute lebendig und serviert das Kultgetränk.

Dass Wolf-Dieter Ahlenfelder 1975 in Bremen versehentlich zu früh zur Halbzeit pfiff, war zwar ein Patzer – doch er hinterließ Spuren. Der „Ahlenfelder“-Drink* und die nach ihm benannte Kneipe sind bis heute eine humorvolle Hommage an diesen denkwürdigen Moment der Bundesliga-Geschichte.