Wie Kreuzau mit Digital-Lotsen die Verwaltung revolutioniert
Kreuzau, eine 18.000-Einwohner-Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, hat bedeutende Schritte in Richtung Digitalisierung ihrer Dienstleistungen unternommen. Seit 2022 treibt eine eigens ernannte Digitalisierungsbeauftragte die Transformation voran.
Maike Ochs übernahm die Position als Digitalisierungsbeauftragte der Gemeinde Kreuzau – zunächst mit 80-Prozent-Stelle über einen externen IT-Dienstleister. Damals verfügte die Verwaltung bereits über ein Dokumentenmanagementsystem, doch dessen Nutzung variierte stark zwischen den Fachbereichen.
Ochs baute zügig ein Team aus 16 sogenannten Digital-Lotsen auf. Diese fungieren heute als Schnittstellen in allen Abteilungen, bringen Fachwissen ein und begleiten die Verlagerung von Services ins Netz. Zu ihren Aufgaben gehört es, bei der Einführung neuer digitaler Angebote zu unterstützen und diese mitzugestalten.
Seit 2023 sind mehrere zentrale Systeme online gegangen: Bürger können nun Schäden digital melden, Sportanlagen und Sitzungsräume über ein Buchungssystem reservieren sowie digitale Akten zu Wohngeld, Hundesteuer und Personalunterlagen einsehen.
Für Ochs ist der Prozess ein langfristiges Vorhaben – die digitale Transformation werde die Gemeinde noch Jahre beschäftigen. Eine Umfrage aus dem Jahr 2023 zeigte, dass jede zweite deutsche Kommune noch immer über keine eigene Digitalisierungsbeauftragte verfügt.
Kreuzaus Digitalisierungsoffensive hat bereits Online-Meldungen, Buchungssysteme und digitale Aktenführung eingeführt. Mit dem strukturierten Vorgehen unter der Leitung von Ochs und ihrem Team soll die Modernisierung der lokalen Verwaltung weiter voranschreiten. Das Engagement spiegelt einen bundesweiten Bedarf an digitaler Expertise in Kommunen wider.






