Wie Solingens evangelische Friedhöfe sich neu erfinden – vom Sarg zur Urne
Leon KrausWie Solingens evangelische Friedhöfe sich neu erfinden – vom Sarg zur Urne
Bestattungstrends in Solingens evangelischen Friedhöfen haben sich in den letzten zehn Jahren gewandelt. Während Sargbestattungen zurückgehen, dominieren nun Urnenbeisetzungen. Zwischen 800 und 850 Trauerfeiern finden jährlich auf den verschiedenen Friedhofsanlagen statt.
Noch im Jahr 2014 waren Sarg- und Urnenbestattungen nahezu gleichauf. Seither ist die Zahl der Urnenbeisetzungen stark angestiegen. 2022 machten sie bereits über zwei Drittel aller Bestattungen aus.
Um den veränderten Wünschen gerecht zu werden, gibt es inzwischen neue Bestattungsformen. Wiesengräber, Kolumbarien und Baumbestattungen gehören heute zum Angebot. Diese Varianten erfordern wenig Pflegeaufwand, da die Friedhofsmitarbeiter die Instandhaltung übernehmen. Besonders hervorzuheben sind auch thematische Grabstätten wie die Urnenanlage „Kunst und Kultur“ oder der „Garten der Hoffnung“.
Die Friedhöfe stehen mittlerweile auch Nichtmitgliedern offen. Trotz des Wandels bei den Bestattungsarten bleibt die Gesamtzahl der Beisetzungen stabil. Urnenbestattungen stellen heute den Großteil der Trauerfeiern in Solingens evangelischen Friedhöfen. Die pflegeleichten Optionen und neuen Grabformen spiegeln die sich wandelnden Bedürfnisse der Gemeinschaft wider. Die Friedhöfe begleiten weiterhin eine konstante Anzahl von Familien pro Jahr.
