Willichs Kita-Gebührenstreit eskaliert: Eltern protestieren gegen geplante Kürzungen
Leon KrausWillichs Kita-Gebührenstreit eskaliert: Eltern protestieren gegen geplante Kürzungen
Willich steht vor anhaltenden Streitigkeiten über Kita-Gebühren – Eltern und lokale Gruppen protestieren gegen geplante Änderungen
Die Stadt Willich sieht sich weiterhin mit Konflikten um die Kosten für Kinderbetreuung konfrontiert, während die Verwaltung nach Wegen sucht, die finanzielle Belastung zu verringern. Vorschläge zur Kürzung von Geschwisterrabatten und zur Anpassung der Gebühren haben bei Eltern und lokalen Initiativen scharfen Widerstand ausgelöst. Die Debatte bleibt ungelöst, und entscheidende Beschlüsse stehen noch aus.
Die Stadtverwaltung plant, durch Einsparungen und Mehreinnahmen insgesamt 600.000 Euro zu erwirtschaften. Dazu gehört die Reduzierung der Geschwisterermäßigungen, wodurch 500.000 Euro eingespart werden sollen, sowie eine Deckelung dynamischer Gebührenerhöhungen bei drei Prozent, was zusätzliche 100.000 Euro bringen würde. Bürgermeister Christian Pakusch betonte, dass es nicht um die Abschaffung, sondern um eine Anpassung der Geschwisterrabatte und eine Begrenzung der Gebührensteigerungen gehe.
Der Jugendhilfeausschuss der Elternvertreter (JAEB) lehnt die Pläne jedoch ab und wendet sich gegen neue Geschwistergebühren sowie höhere Anpassungen. In Nachbarstädten wie Nettetal und Kempen wird bereits durchgehend eine 50-prozentige Geschwistergebühr für alle Betreuungsangebote erhoben. Eltern wie Marlene Mendes aus Anrath zeigen sich empört über mögliche Gebührenerhöhungen und den Wegfall der Geschwisterermäßigungen.
Der Haupt- und Finanzausschuss hat eine Überprüfung der Elternbeitragsregelungen bis zum 28. April angeordnet. Pakusch machte deutlich, dass etwaige Änderungen zunächst von den gewählten Vertretern beraten und beschlossen werden müssten. Die SPD-Fraktion stellt sich auf die Seite der Eltern und lehnt Haushaltskonsolidierungen ab, die zu einer höheren finanziellen Belastung der Familien führen.
Die Vorschläge der Stadt bleiben weiterhin umstritten, eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Falls die Änderungen genehmigt werden, könnten sie in den kommenden Monaten in Kraft treten und Hunderten von Familien betreffen. Das weitere Vorgehen hängt von zusätzlichen Beratungen und Abstimmungen der lokalen Mandatsträger ab.






