09 June 2026, 06:06

Wirtschaft im Bergischen Land kämpft mit Bürokratie und maroder Infrastruktur

IHK-Präsidium warnt vor Geschäftsüberlastung durch zunehmende Bürokratie

Wirtschaft im Bergischen Land kämpft mit Bürokratie und maroder Infrastruktur

Lokale Unternehmen und Politiker diskutieren drängende Wirtschaftssorgen im Bergischen Land

Kürzlich trafen sich Vertreter der regionalen Wirtschaft und Politiker, um sich mit akuten wirtschaftlichen Herausforderungen im Bergischen Land auseinanderzusetzen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bergisch Land hatte zu einem Austausch mit Landtagsabgeordneten eingeladen, bei dem vor allem wachsende Bürokratie, die Energiesicherheit und marode Verkehrsverbindungen im Mittelpunkt standen. Anwesend waren Schlüsselvertreter von FDP und AfD, während andere Parteien auffällig fehlten.

Ein zentrales Thema war die zunehmende Belastung durch überbordende Vorschriften. IHK-Präsident Henner Pasch betonte, dass Unternehmen immer mehr Zeit und Geld aufwenden müssten, um sich an ständig wechselnde Regularien anzupassen. Er kritisierte die langsamen Reaktionen der Behörden und argumentierte, dass übermäßiger Papierkram dringend benötigte Lösungen verzögere.

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Auch die Verkehrsinfrastruktur wurde als großes Problem benannt. Unternehmen warnten, dass sich der Zustand der Straßen verschlechtere und zögerliche Sanierungen die regionale Wirtschaft belasteten. Zudem unterstrich die Runde die Bedeutung einer stabilen und bezahlbaren Energieversorgung – sowohl für Betriebe als auch für Privathaushalte.

Nicht alle eingeladenen Politiker nahmen an der Veranstaltung teil. Vertreter der CDU hatten zunächst zugesagt, sagten dann aber kurzfristig ab. Abgeordnete von SPD und Grünen lehnten die Teilnahme von vornherein aus „politischen Gründen“ ab – eine Entscheidung, die bei Wirtschaftsvertretern auf Unverständnis stieß. Marcel Hafke (FDP) und Dr. Hartmut Beucker (AfD) zeigten sich zwar einverstanden mit vielen der vorgebrachten Kritikpunkte, wiesen jedoch darauf hin, dass einige Probleme – wie Bürokratieabbau und Energiepolitik – nur auf Bundes- und EU-Ebene gelöst werden könnten.

Die Vollversammlung der IHK hatte sich zuvor mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, mit allen gewählten Volksvertretern im Dialog zu bleiben. Im Anschluss an die Diskussion kündigte die Kammer an, im Vorfeld der Europawahl 2024 eine Podiumsdiskussion zu veranstalten.

Die Veranstaltung machte deutlich, wie tief die Sorgen über Bürokratie, Verkehr und Energieversorgung im Bergischen Land sitzen. Während einige Abgeordnete teilnahmen, zeigte sich die Wirtschaft enttäuscht über die Abwesenheit anderer. Die IHK will den Austausch weiter vorantreiben – ein erstes Format zur nächsten EU-Wahl ist bereits in Planung.

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