Wittens Stadtrat entscheidet über Zukunft des leeren Wildschweingeheges
Leon KrausWittens Stadtrat entscheidet über Zukunft des leeren Wildschweingeheges
Wittens leeres Wildschweingehege: Stadtrat entscheidet am 23. Februar 2026 über Zukunft
Die weitere Nutzung des verlassenen Wildschweingeheges in Witten wird in einer Sitzung des Stadtrats am 23. Februar 2026 beschlossen. Die etwa zwei Hektar große Fläche am Hohensteinhang steht seit Juli 2025 leer, nachdem alle acht dort gehaltenen Wildschweine keulungsschlachtet wurden. Nun liegen konkurrierende Vorschläge vor, wie das Gelände sinnvoll genutzt werden könnte.
Laut städtischen Aufzeichnungen aus dem Jahr 2024 zog das Gehege jährlich zwischen 15.000 und 20.000 Besucher an. Doch wegen Überpopulation wurden jährlich mindestens zehn Tiere getötet, bis die Anlage im Sommer 2025 schließlich geschlossen wurde.
Die CDU schlägt vor, die Bürger in die Planung für eine Umnutzung des Geländes einzubinden. Fraktionschef Volker Pompetzki bezeichnete den Hohenstein als "Touristenjuwel". Der Vorschlag findet Rückhalt bei der SPD, die ihre Zustimmung zu einer öffentlichen Beteiligung bereits signalisiert hat.
Unterdessen drängt die AfD-Fraktion auf eine rasche Lösung und hat einen Antrag eingereicht, das Gehege so schnell wie möglich mit neuen Wildschweinen zu bestücken. Die Verwaltung hingegen schlägt eine Alternative vor: die Umwandlung des Areals in ein "experimentelles Forstgebiet" durch die Anpflanzung seltener Baumarten.
Die Entscheidung des Rates wird zeigen, ob aus dem Gelände ein partizipatives Bürgerprojekt, ein neu belebtes Wildschweingehege oder ein Versuchsfeld für seltene Bäume wird. Unabhängig vom Ergebnis markiert die Sitzung am 23. Februar den ersten konkreten Schritt in Richtung einer neuen Nutzung des Geländes.
