Wuppertaler Mieter frieren seit Tagen wegen Heizungsstreit zwischen Vermieter und WSW
Elias KellerWuppertaler Mieter frieren seit Tagen wegen Heizungsstreit zwischen Vermieter und WSW
Mieter im Wuppertaler ELBA Zukunftswerk seit fast einer Woche ohne Heizung
Seit fast einer Woche müssen die Bewohner des Wuppertaler ELBA Zukunftswerk ohne Heizung auskommen – Grund ist ein anhaltender Streit zwischen dem Vermieter des Gebäudes und den Wuppertaler Stadtwerken (WSW). Der kommunale Versorger hatte vergangene Woche die Wärmeversorgung abgestellt. Ein Rechtsstreit über Preise und Vertragsbedingungen lässt die Mieter nun im wahrsten Sinne des Wortes im Kalten sitzen, während der Winter Einzug hält.
Auslöser des Konflikts war die Kündigung des Fernwärmevertrags durch die WSW sowie die anschließende physische Abschaltung der Versorgung für das ELBA Zukunftswerk. Der Energieversorger besteht darauf, dass die Mieter trotz der Abschaltung weiterhin ihre regulären Heizkostenabschläge zahlen müssen. Zudem hat die WSW gegen ein separates Gerichtsurteil Berufung eingelegt, das ihre Preispolitik im Fernwärmebereich als rechtswidrig eingestuft hatte – dieser Fall steht jedoch in keinem direkten Zusammenhang mit dem aktuellen Streit.
Die ELBA GmbH & Co. KG, Betreiberin des Gebäudes, bezeichnet die Heizungsabschaltung als unverhältnismäßig. Das Unternehmen argumentiert, dass die Mieter durch die Maßnahme unzumutbar bestraft würden, da sie nun in ihren Wohnungen frieren müssten. Zwar liege ein neuer Vertragsentwurf auf dem Tisch, doch bisher haben beide Seiten noch nicht unterzeichnet. Möglicherweise wird sich bald das Oberlandesgericht Düsseldorf mit der Angelegenheit befassen, doch eine Entscheidung steht noch aus. Bis dahin bleibt die Pattsituation bestehen – und mit ihr die Aussicht auf eine schnelle Lösung für die betroffenen Haushalte.
Während die Verhandlungen zwischen den WSW und der Gebäudebetreiberin ins Stocken geraten sind, bleibt die Heizung weiter abgeschaltet. Die Mieter harren weiterhin in unbeheizten Räumen aus, während beide Seiten entweder auf eine Einigung oder ein Gerichtsurteil warten. Von einer baldigen Beilegung des Streits ist bisher nichts zu erkennen.
