Wuppertals SPD und CDU unterzeichnen Koalitionsvertrag nach zähen Verhandlungen
Lara MeyerWuppertals SPD und CDU unterzeichnen Koalitionsvertrag nach zähen Verhandlungen
Wuppertals SPD und CDU besiegeln Koalitionsvertrag nach sechsmonatigen Verhandlungen
Nach einem halben Jahr intensiver Gespräche haben SPD und CDU in Wuppertal eine Koalitionsvereinbarung unterzeichnet. Der am Montag geschlossene Pakt sichert den beiden Parteien eine knappe Mehrheit von zwei Sitzen im Stadtrat. Die SPD-Politikerin Miriam Scherff hatte sich zuvor klar in der Oberbürgermeisterwahl durchgesetzt und ihren CDU-Herausforderer mit deutlichem Abstand geschlagen.
Die neue Koalition setzt auf mehrere große Vorhaben: Geplant sind der Bau des Pina-Bausch-Zentrums, die Vorbereitungen für die Bundesgartenschau 2031 sowie eine neue Arena für den Handball-Bundesligisten Bergischer HC. Ein Beirat soll die Umsetzung dieser Projekte begleiten, um die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Politik zu optimieren.
Im Rahmen des Abkommens sollen zudem Straßen- und Brückensanierungen beschleunigt werden. Weitere Schwerpunkte sind die Stärkung der öffentlichen Sicherheit, der Ausbau von Kita-Plätzen und Betreuungsangeboten sowie die Verbesserung von Rad- und Fußwegen. Ein neues digitales Bürgerportal wird eingeführt, und Genehmigungsverfahren für Unternehmen sollen durch einen Investorenservice vereinfacht werden.
Um Kinderarmut und die soziale Not älterer Menschen zu bekämpfen, versprechen die Koalitionspartner präventive Maßnahmen auszubauen und die Unterstützung besser zu koordinieren. Ein besonderer Ausschuss soll Konflikte schlichten und die Stabilität der Koalition bis 2030 sichern.
Landesweite Umfragen in Nordrhein-Westfalen zeigen derzeit die CDU mit 35 Prozent vor der SPD (20 Prozent) in Führung. Auch auf Bundesebene bleibt die CDU/CSU nach der Bundestagswahl 2025 stärkste Kraft. Das Wuppertaler Koalitionsmodell hat jedoch bisher weder die Bundespolitik beeinflusst noch in anderen Städten mit ähnlichen Konstellationen Schule gemacht.
