Wüsts inszeniertes Influencer-Foto löst Debatte über PR-Strategien aus
Leon KrausSPD kritisiert inszeniertes Wüst-Fotoshooting auf Instagram - Wüsts inszeniertes Influencer-Foto löst Debatte über PR-Strategien aus
Ein inszeniertes Instagram-Fotoshooting mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat für Kritik gesorgt. Das Bild, das spontan wirken sollte, war tatsächlich im Voraus mit einem Influencer abgestimmt worden. Gegner werfen dem Politiker vor, mit der Aktion gezielt einen PR-Coup für mehr Aufmerksamkeit in den sozialen Medien inszeniert zu haben.
Das Foto, das schnell viral ging, zeigte Wüst in einer scheinbar zufälligen Begegnung mit dem Influencer "Fabiano". Aus Regierungskreisen hieß es später, das Treffen sei vorher geplant gewesen. Wüst hatte an diesem Tag ohnehin verschiedene Social-Media-Aktivitäten am selben Ort absolviert.
Fabiano verteidigte den Ministerpräsidenten und nannte ihn "authentisch, spontan und nahbar". Er betonte, die Interaktion habe sich trotz der Vorabsprache natürlich angefühlt. Frederick Cordes, Generalsekretär der SPD in Nordrhein-Westfalen, bezeichnete die Aktion hingegen als "inszenierte PR-Show".
Ein Sprecher der Staatskanzlei stellte klar, dass für das Fotoshooting kein Geld geflossen sei. Kritiker, darunter die SPD, werfen Wüst vor, bewusst den Eindruck einer zufälligen Begegnung erweckt zu haben, um sein Online-Image aufzupolieren. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass Wüst ähnliche Social-Media-Strategien anderer in der Vergangenheit kommentiert hätte.
Die Debatte zeigt die Spannungen auf, die entstehen, wenn Politiker inszenierte Begegnungen für mehr Reichweite in sozialen Medien nutzen. Die Kritik der SPD zielt vor allem auf den vermeintlichen Mangel an Authentizität in Wüsts Vorgehen ab. Die Staatskanzlei hingegen betont, dass es für das Fotoshooting keine finanziellen Anreize gegeben habe.
