Fernsehstreit mit Geschichte - Zietlow vs. Raab: Warum der alte TV-Streit wieder eskaliert ist
Der langjährige Streit zwischen den TV-Moderatoren Sonja Zietlow und Stefan Raab ist erneut aufgeflammt. Im Mittelpunkt der Spannungen steht die Sendung 'Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!', bei der Zietlow seit 2004 als Hauptmoderatorin fungiert. Raabs jüngste Rückkehr zu RTL – verbunden mit scharfer Kritik an der Show – hat die alte Feindseligkeit wiederbelebt.
Die Rivalität zwischen Zietlow und Raab reicht bis in die späten 1990er-Jahre zurück. Damals machte sich Raab in seiner Sendung 'TV total' über sie lustig, indem er einen Ausschnitt zeigte, in dem sie einen derben Ausdruck verwendete. Seitdem schwelt der Konflikt.
2024 kehrte Raab zu RTL zurück, um in der Late-Night-Sendung live über 'Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!' zu kommentieren. Statt neutraler Äußerungen nutzte er die Plattform jedoch, um die Show und ihre Moderatoren – darunter Zietlow – zu kritisieren. Seine Sticheleien blieben nicht unbemerkt: Das Team von 'Ich bin ein Star', zu dem auch Zietlows Ehemann Jens Oliver Haas gehört, reagierte öffentlich auf seine Aussagen.
Hinter den Kulissen ist die Stimmung noch angespannter. Berichten zufolge waren Mitarbeiter der Show verärgert, als RTL Stellen strich, um Raabs teuren Vertrag zu finanzieren. Auch das Autoren-Team der Sendung, dem neben Haas auch Micky Beisenherz, David Flasch und Jörg Uebber angehören, geriet durch Raabs Kommentare indirekt unter Druck.
Zietlow bleibt eine zentrale Figur für den Erfolg der Show und moderiert sie seit 2004. Beisenherz, der als Medienpersönlichkeit und Autor bekannt ist, teilt sich derweil zwischen dem Schreiben für die Sendung und der Moderation mehrerer Podcasts auf – darunter ein tägliches Nachrichtenformat und eine Prominenten-Interviewreihe mit Susan Link.
Von einer Entspannung des Konflikts ist nichts zu spüren. Raabs Live-Kommentare zielen weiterhin auf Zietlow und die Show ab, während sich das 'Ich bin ein Star'-Team entschlossen verteidigt. Vorerst bleibt der Streit ein viel diskutiertes Thema in der deutschen Unterhaltungsbranche.
