25 April 2026, 14:13

Zufit Simons The Fight Club feiert Uraufführung in Hannover

Ein Buchumschlag mit einer leuchtenden Illustration einer Gruppe von Frauen, die in harmonischen, synchronisierten Posen tanzen, mit detaillierten Kleidungsstücken und Gesichtern.

Zufit Simons The Fight Club feiert Uraufführung in Hannover

Choreografin Zufit Simon präsentiert mit The Fight Club eine Uraufführung beim Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover am 23. April. Das Stück markiert einen mutigen Wendepunkt in ihrem künstlerischen Schaffen – mit einer Hinwendung zu Kampf und maskuliner Körperlichkeit. Die 1980 in Israel geborene Simon prägt seit 25 Jahren die deutsche Zeitgenössische Tanzszene.

Ihr Weg begann bereits mit vier Jahren. Später studierte sie Zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Ersten Erfolg feierte sie 2005, als ihr Solostück fleischlos mit dem dritten Platz als Bestes Deutsches Tanzsolo bei der euroscene Leipzig ausgezeichnet wurde.

Jahre lang war das LOT Theater in Braunschweig ein zentraler Ort für ihre Arbeiten, wo viele Stücke uraufgeführt wurden. Doch 2024 schloss das Haus aufgrund von Insolvenz. Schon 2016 hatte das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur die konzeptionelle Förderung für ihre Projekte gestrichen. Dennoch blieb Dietrich Oberländers artblau Tanzwerkstatt in Braunschweig eine wichtige Stütze für ihr Schaffen.

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The Fight Club knüpft an Bewegungsabläufe aus Simons früheren Werken an, setzt jedoch mit aggressiveren, konfrontativeren körperlichen Ausdrucksformen einen deutlichen Kontrapunkt. Dieser Wandel fällt in eine Phase besonderer Anerkennung: 2025 wird die 45-Jährige mit dem Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk geehrt.

Die Uraufführung von The Fight Club eröffnet das Best OFF Festival in Hannover und zeigt Simons künstlerische Entwicklung. Ihre Karriere reicht von frühen Solostücken bis zu internationalen Auszeichnungen – stets begleitet von der Unterstützung unabhängiger Spielstätten. Das neue Werk spiegelt sowohl ihren künstlerischen Reifeprozess als auch die Herausforderungen wider, denen freier Tanz in Deutschland gegenübersteht.

Quelle