Algen als Textil-Rohstoff: Wie Algacore die Modeindustrie revolutionieren will
Leon KrausAlgen als Textil-Rohstoff: Wie Algacore die Modeindustrie revolutionieren will
Die Textilindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Während die Nachfrage nach Naturfasern steigt, geraten synthetische Materialien zunehmend in die Kritik. Das neue Projekt Algacore erforscht Süßwasseralgen als nachhaltige Alternative für die Faserproduktion.
Leon Blanckart leitet das Algacore-Projekt, das grüne Algen in einen erneuerbaren Rohstoff für Textilien verwandeln will. Ziel der Initiative ist es, zu beweisen, dass solche Materialien sowohl umweltfreundlich als auch für die industrielle Nutzung geeignet sind. Der herkömmliche Baumwollanbau verbraucht große Mengen Wasser, Fläche und Pestizide, während synthetische Fasern auf endliche Ressourcen angewiesen sind und zur Mikroplastikverschmutzung beitragen.
Das Vorhaben erhält rund 968.000 Euro aus dem EXIST-Forschungstransfer-Programm, das technologiebasierte Ausgründungen aus Hochschulen fördert. Unterstützung kommt zudem von Professorin Ellen Bendt, Professor Dr. Groten sowie dem HNX-Startup-Team. In den nächsten 18 Monaten wird das Team seine Forschung ausbauen und die Gründung eines Start-ups vorbereiten.
Algacore will algenbasierte Fasern als tragfähige Option für die Textilbranche etablieren. Die Förderung und fachliche Begleitung sollen die Entwicklung vorantreiben. Das Projekt könnte eine nachhaltigere Grundlage für die Textilproduktion der Zukunft bieten.






