11 June 2026, 08:06

Aus Müllasche werden Gold, Silber und Kupfer – so funktioniert das revolutionäre Recycling

Zement statt Deponie - Recycling von Müllverbrennungsrückstand

Aus Müllasche werden Gold, Silber und Kupfer – so funktioniert das revolutionäre Recycling

Aus Müll werden wertvolle Rohstoffe: Ein innovatives Projekt zeigt, wie es geht

Die Initiative EMSARZEM, entwickelt von der Universität Duisburg-Essen gemeinsam mit Industriepartnern, will Kupfer, Silber und Gold aus verbranntem Abfallasche gewinnen. Zudem soll das verbleibende mineralische Material in der Zementproduktion weiterverwendet werden.

Allein im Jahr 2022 verbrannte Deutschland rund 25 Millionen Tonnen Abfall. Mit herkömmlichen Methoden konnten zwar etwa 600.000 Tonnen Metalle aus der Asche zurückgewonnen werden, doch ein Großteil des Restmaterials landete auf Deponien. Besonders die feine Aschefraktion enthält jedoch zwischen 0,3 und 0,5 Prozent Kupfer – eine Konzentration, die mit abgebautem Erz vergleichbar ist, das bereits ab 0,3 Prozent als wirtschaftlich rentabel gilt.

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Das EMSARZEM-Verfahren setzt auf mehrstufiges Mahlen und Trennen, um Metalle zu extrahieren und die mineralischen Reste sinnvoll weiterzuverwerten. Dieser doppelte Ansatz ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit, da die Wiederverwendung des Mineralanteils die Kosten ausgleicht. Theoretisch könnte die Methode jährlich bis zu 8.000 Tonnen Kupferkonzentrat liefern – darunter 2.800 Tonnen Kupfer, 20 Tonnen Silber und 100 Kilogramm Gold.

Ein Industrieversuch im Juli 2023 bestätigte die Funktionsfähigkeit des Verfahrens: Die gewonnenen Metalle lassen sich verkaufen, während die mineralischen Rückstände zu Rohstoffen für Zement, Beton oder Schotter verarbeitet werden können.

Das Projekt bietet eine Möglichkeit, wertvolle Materialien aus Abfall zu gewinnen, die sonst entsorgt würden. Gleichzeitig verringert es den Bedarf an Deponiefläche und an neu abgebauten Rohstoffen. Der erfolgreiche Test markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigeren Ressourcenwirtschaft.

Quelle