Bergisch Gladbach beschleunigt Wohnungsbau mit neuen Bauturbo-Verfahren
Marie KrügerBergisch Gladbach beschleunigt Wohnungsbau mit neuen Bauturbo-Verfahren
Bergisch Gladbach treibt mehrere große Wohnbauprojekte mit neuen beschleunigten Genehmigungsverfahren voran. Die Stadt will so dem Wohnungsmangel begegnen, indem sie lange brachliegende Innenstadtgrundstücke aktiviert. Mehrere Vorhaben stehen auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Stadtplanungsausschusses zur Abstimmung.
Eines der zentralen Projekte ist die Erweiterung des Kalköfen Carrée. Hier soll ein bisher ungenutztes Gelände zwischen der Paffrather Straße und dem Einkaufszentrum Rhein-Berg Passage in einen Wohnblock umgewandelt werden. Geplant sind 19 Wohnungen sowie eine Tiefgarage.
Ein weiteres Vorhaben sieht ein zweigeschossiges Gebäude mit zwei dreigeschossigen Wohnblöcken und einer Tiefgarage am Beginn der Rommerscheider Straße vor, dort wo sie auf die Odenthaler Straße trifft. Zudem sollen sieben Einzelgaragen in der Nähe einer denkmalgeschützten Mauer an einem Hang errichtet werden, während der Rest des Grundstücks unberührt bleibt, um archäologische Funde zu erhalten. Der Zugang zu den Garagen würde direkt von der Rommerscheider Straße aus erfolgen, wobei die zulässige Bauhöhe mit städtischer Genehmigung überschritten wird.
Im Rahmen des Bauturbo-Verfahrens hat auch die Erweiterung des Schloss Centers Priorität. Die BIG Bensberg GmbH plant, alles oberhalb des dritten Obergeschosses abzureißen und drei neue Stockwerke mit 59 altersgerechten Wohnungen zu errichten. Die Stadtverwaltung sieht darin eine praktische Lösung, um die städtebauliche Dichte zu erhöhen.
Die neuen Bauturbo-Regelungen ermöglichen es, dass bisher stockende Projekte nun vorankommen. Mit der Nutzung von Brachflächen und der Ausweitung des Wohnraums soll der Wohnungsnot entgegengewirkt werden. Der Stadtplanungsausschuss wird die Vorhaben in Kürze beraten.






