Bochum will Taxi- und Fahrdienstregeln neu erfinden – ohne Verbote
Bochum erkundet neue Wege, um Taxis und Fahrvermittlungsdienste wie Uber zu regulieren. Anders als das benachbarte Essen setzt die Stadt dabei nicht auf strengere Kontrollen, sondern auf Anpassungen der Taxivorschriften. Die Verantwortlichen hoffen, so den Wettbewerb zu fördern und gleichzeitig faire Preise für Fahrgäste wie Fahrer zu gewährleisten.
Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, wie traditionelle Taxis mit den appbasierten Diensten konkurrieren können. Die lokale FDP hat vorgeschlagen, die Preisregelungen zu lockern – etwa durch Festpreise, die vor Fahrtbeginn vereinbart werden. Dies wäre ein Abschied vom bisherigen Taxametersystem.
Die Stadt hat zudem ein Gutachten in Auftrag gegeben, um ein mögliches Preismodell zu entwickeln. Die Ergebnisse werden jedoch erst nach der Sommerpause erwartet. Eine endgültige Entscheidung über mögliche Änderungen dürfte erst gegen Ende des Sommers fallen.
Die Bochumer Verwaltung scheint eher bereit, die Vorschriften zu modernisieren, als neue Beschränkungen einzuführen. Allerdings sind seit Anfang 2026 keine Details aus den politischen Beratungen zu diesem Thema an die Öffentlichkeit gedrungen.
Falls die neuen Regeln verabschiedet werden, könnten Taxis mehr Spielraum bei der Preisgestaltung erhalten. Das Gutachten wird mitgestalten, wie das endgültige Modell aussieht – und damit möglicherweise den Fahrdienstmarkt in der Stadt neu prägen. Eine Entscheidung wird vor dem Herbst erwartet.






