22 February 2026, 10:10

Bottrop protestiert trotz Schnee gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem "Solidarität und Feminismus" steht, an parkenden Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel vorbei.

Bottrop protestiert trotz Schnee gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Rund 80 Menschen trotzten eisigen Temperaturen und leichtem Schneefall, um in Bottrop gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. Die Kundgebung am 14. Februar 2026 markierte das elfte Jahr in Folge, in dem die Stadt sich an der weltweiten One-Billion-Rising-Kampagne beteiligte. Die Organisatorinnen wollten damit Überlebende stärken und mehr Schutz für Gefährdete fordern.

Die unter dem Motto "Ni una menos – Frauen in Flammen" stehende Veranstaltung richtete den Fokus auf Femizide, insbesondere auf Tötungen durch aktuelle oder ehemalige Partner. Das lokale Frauenzentrum Courage führte die Demonstration an und wies auf Defizite in den deutschen Unterstützungssystemen hin – im Vergleich zu Ländern wie Spanien.

An der Kundgebung nahmen unter anderem Bottrops Oberbürgermeister Matthias Buschfeld, die Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert sowie die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Lehmann teil. Auch Vertreterinnen der Kommunalpolitik zeigten Präsenz und signalisierten damit offizielle Unterstützung für das Anliegen.

Die Band A Mournful Experience sorgte mit Live-Musik für die passende Stimmung, während Tänzerinnen der Peter-Frank-Tanzschule choreografierte Auftritte präsentierten. Die Darbietungen verleihen der Demonstration zusätzliche Energie und unterstrichen die Botschaft der Solidarität mit Betroffenen.

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Die Protestierenden forderten bessere rechtliche und soziale Schutzmaßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Die Organisatorinnen betonten, dass über den Aktionstag hinaus kontinuierliches Handeln nötig sei. Trotz der geringeren Teilnehmerzahl aufgrund des unwirtlichen Wetters setzte Bottrop mit der Veranstaltung seine langjährige Teilhabe an der globalen Bewegung fort.