Bundesdruckerei präsentiert futuristische Stella-Banknote – ein Geldschein wie eine Kreditkarte
Lara MeyerBundesdruckerei präsentiert futuristische Stella-Banknote – ein Geldschein wie eine Kreditkarte
Der Abstand zwischen Bargeld- und Kartenzahlungen in Deutschland wird immer kleiner. Eine aktuelle Studie zeigt, dass mittlerweile nur noch etwas mehr als die Hälfte aller Einzelhandelsumsätze in bar getätigt werden. Gleichzeitig hat die Bundesdruckerei einen neuen Konzept-Geldschein vorgestellt, um sich an die sich wandelnden Zahlungsgewohnheiten anzupassen.
Auf der Banknotenkonferenz in Washington präsentierte die Bundesdruckerei ihren neuesten Entwurf: die Konzeptbanknote Stella. Das Design setzt auf ein Polymersubstrat aus nachwachsenden, nicht-fossilen Rohstoffen. Zudem ist der Schein kleiner und entspricht mit seinen Abmessungen denen einer Kreditkarte – das spart Material, verkürzt die Produktionszeit und reduziert den Energieverbrauch.
Der Stella-Entwurf stößt bereits auf Anerkennung. Er ist für den Excellence in Currency Award 2026 der International Association of Currency Affairs nominiert worden.
Während digitale Zahlungsmethoden auf dem Vormarsch sind, melden Verbraucherschützer Bedenken an. Sie warnen, dass eine abnehmende Bargeldakzeptanz im Handel zu Konflikten an der Kasse führen könnte. Zudem gibt es Sorgen, die Kontrolle über die eigenen Ausgaben zu verlieren sowie um den Datenschutz. Befürworter bestehen darauf, dass Bargeld auch in Zeiten neuer Zahlungstechnologien eine Option bleiben muss.
Die Stella-Banknote steht für die Bemühungen, das physische Geld zu modernisieren. Bargeld macht zwar noch 50,5 Prozent der Transaktionen aus, doch seine Rolle verändert sich. Die Debatte darüber, wie sich Innovation mit dem Bedarf nach Bargeldzugang in Einklang bringen lässt, dauert an.






