Bürgerinitiative in Ohligs kämpft für Demokratie und Dürpelfest-Erhalt
Elias KellerBürgerinitiative in Ohligs kämpft für Demokratie und Dürpelfest-Erhalt
In Ohligs formiert sich eine Bürgerinitiative mit Unterstützung des Bürgervereins Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS). Die Bewegung will auf lokale Anliegen reagieren, nachdem etablierte Parteien nach Ansicht der Initiatoren die öffentliche Meinung ignoriert und sich stattdessen von Lobbyisten beeinflussen ließen.
Martin Bender, Vorsitzender der BfS, unterstützt die Initiative nachdrücklich und bezeichnet sie als „wichtiges Instrument der direkten Demokratie“. Die Entstehung der Bewegung führt er auf Versäumnisse der Politik zurück: Die traditionellen Parteien hätten die Wünsche der Bürgerschaft nicht ernst genommen.
Die BfS arbeitet nun mit der Ohligs Marketing- und Interessengemeinschaft zusammen, um einen Kompromiss zu finden. Ziel ist die Schaffung eines multifunktionalen Platzes sowie die langfristige Sicherung des Dürpelfests, eines beliebten Jugendfestivals. Bender warnt, dass ein Verlust der Veranstaltung einen schweren Rückschlag für den Stadtteil bedeuten würde – insbesondere, falls der geplante Kreisverkehr die bisherige Fläche an der Lennestraße blockiert.
Die Spannungen mit den Ohligser Jongens haben sich verschärft: Die Gruppe lehnt Gespräche ab, solange eine Petition nicht zurückgezogen wird. Bender kritisiert diese Haltung scharf. Zudem stellt er die Neutralität von Marc Westkämper infrage, dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister der CDU. Westkämper, der den Kreisverkehr befürwortet, gibt sich inzwischen als Vermittler im Konflikt.
Die BfS setzt sich weiterhin für die Interessen der Solinger Bürger ein – unabhängig von Wahlperioden. Die Gruppe betont, wie wichtig der Erhalt des Dürpelfests und eine Lösung im Sinne der Gemeinschaft sind. Die nächsten Schritte der Initiative hängen von den Verhandlungen mit lokalen Akteuren ab.






