DeepL plant milliardenschweren Börsengang in den USA nach Rekordwachstum
Marie KrügerDeepL plant milliardenschweren Börsengang in den USA nach Rekordwachstum
Kölner KI-Übersetzungsunternehmen DeepL prüft Börsengang in den USA
Das in Köln ansässige KI-Unternehmen DeepL, das auf künstliche Intelligenz basierende Übersetzungstools spezialisiert ist, erwägt einen Börsengang in den Vereinigten Staaten. Bei einem möglichen Initial Public Offering (IPO) könnte das Unternehmen eine Bewertung von bis zu fünf Milliarden US-Dollar anstreben. Erste Gespräche mit Finanzberatern haben bereits stattgefunden.
DeepL wurde 2017 gegründet und beschäftigt mittlerweile über 100 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Japan und den USA. Im Mai 2024 sicherte sich das Unternehmen in einer Finanzierungsrunde 300 Millionen US-Dollar, wodurch sich seine Bewertung auf zwei Milliarden US-Dollar verdoppelte. Nun bereitet sich DeepL auf einen möglichen Börsengang vor, der bereits im kommenden Jahr erfolgen könnte.
Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines wachsenden Interesses an KI-Startups. So verhandelt laut Berichten der deutsche Konkurrent Black Forest Labs über eine Finanzierungsrunde, die das Unternehmen mit rund vier Milliarden US-Dollar bewerten könnte. Unterdessen kündigte Nvidia an, bis zu 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI investieren zu wollen, um Rechenzentren und KI-Infrastruktur auszubauen.
Die IPO-Pläne von DeepL folgen auf eine Phase rasanten Wachstums und hoher Investitionen. Sollte der Börsengang gelingen, wäre dies ein weiterer Meilenstein für den KI-Sektor. Die angestrebte Bewertung unterstreicht das Vertrauen in die Technologie und Marktposition des Unternehmens.






