04 April 2026, 18:09

Deutz AG spürt Nachfrageeinbruch und startet 50-Millionen-Sparprogramm bis 2026

Eine Liniengrafik zeigt die Anzahl der US-Unternehmen, die von der COVID-19-Pandemie betroffen sind, unterteilt nach Branchen in Erholungs- und Wirtschaftserholungsabschnitten mit begleitendem Text, der die Gesamtauswirkungen und Erholungsdaten zusammenfasst.

Deutz AG spürt Nachfrageeinbruch und startet 50-Millionen-Sparprogramm bis 2026

Deutz AG kürzt Kosten um 50 Millionen Euro, um nachgebende Nachfrage in Schlüsselmärkten zu bewältigen. Der Motorenhersteller hat seine Umsatzprognose für 2024 nach unten korrigiert und verweist auf schwierige Rahmenbedingungen in den Bau- und Agrarsektoren. Die Einsparungen sollen durch Produktionskürzungen, Stellenabbau und administrative Umstrukturierungen im Rahmen eines umfassenden Restrukturierungsplans erzielt werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Probleme des Unternehmens resultieren aus einem deutlichen Rückgang der globalen Nachfrage nach Baumaschinen und Agrartechnik in den vergangenen zwei Jahren. In Europa verschärfen geopolitische Risiken und Handelsbarrieren die Lage zusätzlich, während auch China und die USA Schwäche zeigen. Lediglich Indien und Brasilien bleiben laut dem Jahresbericht 2025 von Deutz vergleichsweise stabil.

Um der Krise entgegenzuwirken, hat Deutz ein Sparprogramm aufgelegt, das bis 2026 jährliche Einsparungen von 50 Millionen Euro bringen soll. Erste Kürzungen in Höhe von 20 Millionen Euro wurden bereits im vierten Quartal eingeleitet. Dazu gehören die Drosselung der Produktion, Personalabbau sowie die Straffung der Verwaltung.

Zudem hat das Unternehmen seine Umsatzziele für 2024 von zuvor 1,9 bis 2,1 Milliarden Euro auf etwa 1,8 Milliarden Euro nach unten angepasst. Trotz der aktuellen Herausforderungen hält Deutz an seiner langfristigen "Dual+"-Strategie fest, die bis 2030 einen Umsatz von 4 Milliarden Euro bei einer EBIT-Marge von 10 Prozent vorsieht.

Am 1. Oktober übernahm Oliver Neu die Position des neuen Finanzvorstands. Investoren erhalten am 7. November weitere Klarheit, wenn Deutz seine Quartalszahlen veröffentlicht und über den Fortschritt der Transformation informiert.

Das Sparprogramm und die angepassten Ziele spiegeln die Reaktion von Deutz AG auf ein schwieriges Marktumfeld wider. Die Quartalsergebnisse im kommenden Monat werden zeigen, wie die Umstrukturierung voranschreitet. Aktionäre erhielten am 4. Oktober eine Analyse, die als Entscheidungsgrundlage für den Kauf oder Verkauf von Aktien dient.

Quelle