Essen passt öffentliche Plätze für den Klimawandel an – doch ein Standort fällt weg
Elias KellerEssen passt öffentliche Plätze für den Klimawandel an – doch ein Standort fällt weg
Essen treibt die Pläne zum Umbau öffentlicher Plätze im Rahmen eines Bundesprogramms zur Klimaanpassung voran. Mit dem Projekt „Raum fürs Klima“ sollen städtische Flächen widerstandsfähiger gegen Extremwetter werden. Doch nicht alle Standorte werden wie ursprünglich vorgesehen umgesetzt.
Das Vorhaben startete im Februar 2023, als der Stadtrat dem Beitritt zum Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ zustimmte. Drei Flächen wurden für die Neugestaltung ausgewählt: der Marktplatz in Überruhr-Hinsel, der Borbecker Marktplatz und der Giebelplatz auf der Margarethenhöhe. Eine Machbarkeitsstudie legte konkrete Maßnahmen für jeden Standort fest.
Die Pläne für den Borbecker Marktplatz wurden nun vorerst gestoppt. Bedenken gab es vor allem wegen des Wegfalls von Parkplätzen und möglicher Nachteile für die ansässigen Geschäfte. Dagegen setzen der Marktplatz in Überruhr-Hinsel und der Giebelplatz auf umfassendere Klimaschutzmaßnahmen (Variante 2), um die Bundesförderung zu sichern.
Das Projektteam arbeitet mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zusammen, um die Ergebnisse der Studie auszuwerten. Rückmeldungen aus Gremien, Bürgerveranstaltungen und der Förderstelle fließen in die nächste Phase der Detailplanung ein. Auch Anwohner sind aufgerufen, sich in Bürgerversammlungen mit eigenen Ideen für die Umgestaltung einzubringen.
Ziel ist es, Plätze zu schaffen, die Hitzeperioden, Starkregen und andere Klimafolgen besser bewältigen. Dabei werden jedoch lokale Bedürfnisse und Förderauflagen berücksichtigt.
Das Projekt „Raum fürs Klima“ konzentriert sich nun auf zwei der drei ursprünglichen Standorte: Überruhr-Hinsel und der Giebelplatz erhalten erweiterte Klimaschutzfunktionen, während die Pläne für Borbeck vorerst auf Eis liegen. Bevor die Entwürfe finalisiert werden, sammelt die Stadt weiter Input von Bürgern und Fachleuten.






