11 June 2026, 12:07

EU-Ökodesign-Verordnung in Kraft: Was sich für Hersteller jetzt ändert

Chancen und Herausforderungen der Öko-Design-Verordnung

EU-Ökodesign-Verordnung in Kraft: Was sich für Hersteller jetzt ändert

Am 18. Juli trat die europäische Ökodesign-Verordnung in Kraft. Sie ist Teil des umfassenderen Green Deals, der eine Reduzierung der Netto-Treibhausgasemissionen um 55 % bis 2030 und die Klimaneutralität Europas bis 2050 anstrebt. Die neuen Vorschriften sollen Produkte langlebiger, leichter reparierbar und vollständig recycelbar machen.

Im Rahmen des Green Deals wurden bereits zahlreiche Nachhaltigkeitsgesetze in der gesamten EU eingeführt. Unternehmen berichten jedoch von Schwierigkeiten, mit dem Tempo und der Komplexität dieser Veränderungen Schritt zu halten. Die Ökodesign-Verordnung selbst erfordert erhebliche Anpassungen in der Produktgestaltung und Materialverwendung.

Eine zentrale Anforderung wird voraussichtlich ein Mindestanteil an recycelten Materialien in vielen Produkten sein. Dies könnte zu einem Mangel an hochwertigen Recyclingmaterialien führen, da die Nachfrage das aktuelle Angebot übersteigen könnte. Zudem sehen sich Unternehmen mit Unsicherheiten konfrontiert, da die genauen technischen Standards noch nicht vollständig definiert sind.

Das Projekt InCamS@BI an der Hochschule Bielefeld (HSBI) entwickelt innovative Ansätze für einen nachhaltigeren Umgang mit Kunststoffen. Die Expert:innen des Projekts betonen die Bedeutung des Wirtschaftsrechts bei der praktischen Umsetzung dieser Vorschriften. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass Unternehmen die endgültigen Regelungen mitgestalten können, indem sie sich an politischen Diskussionen beteiligen und während des Gesetzgebungsprozesses praktische Beispiele einbringen.

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Die Verordnung ist zwar bereits in Kraft getreten, doch fehlen noch klare technische Details. Dies erschwert die Vorbereitung für Hersteller. Ihr Erfolg hängt sowohl von der Anpassungsfähigkeit der Industrie als auch von der Verfügbarkeit ausreichender Recyclingmaterialien ab.

Quelle