Feuerwehrverband NRW fordert mehr Geld und besseren Schutz für Einsatzkräfte
Lara MeyerFeuerwehrverband NRW fordert mehr Geld und besseren Schutz für Einsatzkräfte
Feuerwehrverband Nordrhein-Westfalen stellt Forderungen für Koalitionsverhandlungen
Der Landesfeuerwehrverband Nordrhein-Westfalen hat im Vorfeld der anstehenden Bund-Länder-Koalitionsgespräche seine zentralen Forderungen vorgelegt. Im Fokus stehen eine stärkere finanzielle Unterstützung sowie klarere Schutzregelungen für die rund 1,3 Millionen freiwilligen Feuerwehrleute in Deutschland.
Ein zentrales Anliegen ist die volle Finanzierung des Zivilschutzes – analog zu den Investitionen in die militärische Landesverteidigung. Der Verband argumentiert, dass innere Sicherheit und Katastrophenschutz gleichermaßen gestärkt werden müssten, um den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten.
Zudem fordert die Organisation, dass alle Verletzungen, die freiwillige Feuerwehrkräfte im Einsatz erleiden, automatisch als Dienstunfälle anerkannt werden. Bisher können Vorerkrankungen die Entschädigungsansprüche erschweren – diese Hürde soll fallen.
Ein weiterer Punkt betrifft die Infrastruktur: Feuerwehrwachen sollen in die nationalen Investitionsprogramme für kritische Infrastruktur aufgenommen werden. Ohne moderne Einsatzzentren drohten längere Anfahrtszeiten und eine beeinträchtigte Einsatzbereitschaft.
Falls die Allgemeine Wehrpflicht wiedereingeführt wird, pocht der Verband auf die Rückkehr eines Zivildienstes. Damit könnten Wehrpflichtige stattdessen im Katastrophenschutz oder bei Freiwilligen Feuerwehren eingesetzt werden – und nicht ausschließlich beim Militär.
Die Forderungen spiegeln den wachsenden Druck auf die Rettungskräfte wider. Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, stünden klarere rechtliche Absicherungen, bessere Finanzierung und erweiterte Personaloptionen für Feuerwehr und Katastrophenschutz auf dem Plan. Nun wartet der Verband auf eine Reaktion der Koalitionsverhandler.






