13 June 2026, 00:09

Kriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: 57 Prozent mehr Straftaten in fünf Jahren

Gewalt an NRW-Bahnhof mehr als verdoppelt

Kriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: 57 Prozent mehr Straftaten in fünf Jahren

Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen steigt stark an

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In den vergangenen fünf Jahren hat die Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen (NRW) deutlich zugenommen. Offizielle Zahlen zeigen einen Anstieg der Straftaten um 57 Prozent zwischen 2020 und 2025 – von 19.380 auf 30.490 Fälle. Besonders betroffen blieb während dieses Zeitraums der Kölner Hauptbahnhof.

Der Anstieg der registrierten Straftaten verlief jedoch nicht gleichmäßig. 2023 erreichte die Zahl der gemeldeten Delikte mit knapp 37.500 Fällen ihren Höhepunkt, bevor sie wieder zurückging. Gewaltdelikte verdoppelten sich nahezu und stiegen von 2.325 im Jahr 2020 auf 4.711 im Jahr 2025. Noch stärker nahm die Zahl der Sexualstraftaten zu: Hier gab es einen Anstieg um 162 Prozent – von 169 auf 442 Fälle im gleichen Zeitraum.

Auch die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen stieg deutlich. Die Polizei verzeichnete einen Anstieg um 32 Prozent, von 10.560 im Jahr 2020 auf fast 14.000 im Jahr 2025. Die Bahnhöfe mit den höchsten Kriminalitätsraten 2025 waren Köln, Dortmund, Düsseldorf, Essen und Münster.

Als mögliche Gründe für den Anstieg nennen die Behörden eine verstärkte Polizeipräsenz und strengere Kontrollen, die zu höheren Aufklärungsquoten geführt haben könnten. Weitere Faktoren könnten die gestiegenen Fahrgastzahlen sowie häufigere Zugverspätungen und -ausfälle sein. Die genauen Ursachen bleiben jedoch unklar.

Aktuell liegt die Gesamtzahl der Straftaten an NRW-Bahnhöfen bei 30.490 Fällen pro Jahr. Zwar sind Gewalt- und Sexualdelikte stark angestiegen, doch die Gesamtzahl der Vorfälle geht seit 2023 zurück. Die Polizei beobachtet die Entwicklung weiterhin und arbeitet an Lösungen für die zugrundeliegenden Probleme.

Quelle