26 December 2025, 18:45

Lotte Goslars bewegendes Schicksal: Von Berlin über Paris ins Exil und zurück auf die Bühne

Frauen in ähnlichen Kleidern tanzen auf einem Podium mit einem schwarzen Stoffhintergrund.

Lotte Goslars bewegendes Schicksal: Von Berlin über Paris ins Exil und zurück auf die Bühne

1935 verließ die junge jüdische Tänzerin Lotte Goslar mit Träumen von einer Bühnenkarriere Deutschland und zog nach Paris. Doch ihr Weg sollte sie durch Entbehrungen, Krieg und schließlich in ein neues Leben in Berlin führen.

Goslar, damals noch unter dem Namen Carola bekannt, kam voller Tatendrang nach Berlin, um aufzutreten. Doch als jüdische Künstlerin sah sie sich wachsendem Antisemitismus, schwindenden Arbeitsmöglichkeiten und finanziellen Nöten ausgesetzt. Ihre Träume als Tänzerin wurden von den Bedrohungen der Zeit überschattet.

Bis 1940 wurde sie in das Internierungslager Gurs verschleppt, wo das Überleben zur einzigen Priorität wurde. Nach monatelanger Entbehrung gelang ihr die Flucht aus dem Lager – und schließlich die Überfahrt in die Vereinigten Staaten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die beschwerliche Atlantiküberquerung markierte einen Wendepunkt. In Amerika fand Goslar nicht nur Sicherheit, sondern auch eine erneuerte Leidenschaft für den Tanz. Sie baute ihre Karriere wieder auf und wurde schließlich für ihre künstlerischen Verdienste gewürdigt.

Goslar Geschichte umfasst Kontinente und Schicksalsschläge – vom nationalsozialistisch besetzten Europa bis zu einem Neuanfang in den USA. Ihr Vermächtnis in der Tanzwelt lebt weiter, geprägt von Widerstandskraft und dem unerschütterlichen Willen, ihre Kunst nie aufzugeben. Heute gilt sie als Pionierin des amerikanischen Modern Dance.