Mehrwertsteuer für Restaurants steigt 2024: Gastronomie fürchtet Preisschock und Schließungen
Leon KrausMehrwertsteuer für Restaurants steigt 2024: Gastronomie fürchtet Preisschock und Schließungen
Die deutsche Regierungskoalition hat einen Vorschlag abgelehnt, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Restaurantmahlzeiten beizubehalten. Damit läuft die während der Pandemie eingeführte Steuererleichterung zum Jahresbeginn 2024 aus. Gerlinde Steingruber, eine regionale Wirtschaftsvertreterin, kritisierte den Schritt als schädlich für Gastronomie und Gäste gleichermaßen.
Der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 7 % auf Speisen in Restaurants war im Juni 2020 als Teil eines vorübergehenden Corona-Hilfspakets der damaligen unionsgeführten Regierung eingeführt worden. Die aktuelle Ampelkoalition lehnte nun Forderungen ab, die Senkung dauerhaft zu verankern.
Gerlinde Steingruber, Vorsitzende des Solinger Bezirks der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, verurteilte die Entscheidung scharf. Sie argumentierte, die Blockadehaltung der Regierung werde Gastronomen belasten und die Preise für Gäste weiter in die Höhe treiben. Allein seit Januar 2020 seien die Preise für Restaurantessen bereits um 20 % gestiegen.
Mit der Rückkehr zum regulären Steuersatz von 19 % ab dem 1. Januar 2024 droht nun ein weiterer Preisschub von bis zu 12 %. Steingruber warnte vor einem Preisschock für Verbraucher und einer Verschärfung der Inflation. Zudem rechne sie mit weiteren Schließungen in der Gastronomiebranche.
Die Ablehnung des Gesetzentwurfs bedeutet für Restaurants und ihre Gäste ab kommendem Jahr höhere Kosten. Steingruber befürchtet, dass der Beschluss die Lebensqualität in Deutschland und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen werde. Die Branche steht nun vor der Aussicht auf weitere finanzielle Belastungen.






