17 March 2026, 06:09

Mönchengladbach trotzt dem Trend mit sinkenden Insolvenzen und Wirtschaftswachstum

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der durch COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt in Erholung und wirtschaftliche Erholung nach Branche, mit begleitendem Text über Gesamtauswirkungen und Erholung.

Mönchengladbach trotzt dem Trend mit sinkenden Insolvenzen und Wirtschaftswachstum

Mönchengladbach schwimmt gegen den bundesweiten Trend und verzeichnet einen deutlichen Rückgang der Insolvenzen, während andere deutsche Städte mit wachsenden finanziellen Problemen kämpfen. Die Wirtschaft der Stadt hat sich von der traditionellen Textilindustrie hin zu Logistik, Gesundheitswesen und Maschinenbau gewandelt. Diese Neuausrichtung trug 2024 zu einem Wirtschaftswachstum von 2,5 % bei – ein Wert, der viele Nachbarstädte in Nordrhein-Westfalen (NRW) übertrifft.

Zwischen 2010 und 2020 verabschiedete sich Mönchengladbach von seinen textilen Wurzeln und setzte stattdessen auf Logistik, Dienstleistungen und Einzelhandel. Zu den großen Arbeitgebern zählen heute das Verteilzentrum von Peek & Cloppenburg, das Logistikzentrum von DHL sowie ein wachsender Maschinenbausektor. Die günstige Lage der Stadt in der Nähe wichtiger Autobahnen und eines Flughafens hat sie zu einem gefragten Standort für Vertriebsaktivitäten gemacht – im Gegensatz zu den Nachbarstädten Köln (Finanzen und Medien), Düsseldorf (Verwaltung und Mode) und Essen (Energiewende und Reste der Stahlindustrie).

Während die Unternehmensinsolvenzen bundesweit um 8 bis 10 % stiegen und in NRW 2024 sogar ein Plus von 23,4 % verzeichneten, sank die Zahl der Firmenpleiten in Mönchengladbach um 8,0 %, die der Verbraucherinsolvenzen gar um 9,0 %. Insgesamt gingen die Insolvenzverfahren um 7,8 % zurück – ein Erfolg, der die Stadt zur einzigen Großstadt im Regierungsbezirk Düsseldorf macht, die solche Fortschritte vorweisen kann. Die kommunale Gewerbesteuer liegt seit 2016 stabil bei 490 % und bietet Unternehmen Planungssicherheit.

Um den Aufschwung zu festigen, investiert die Stadt in neue Infrastrukturprojekte. Initiativen wie der Wissens- und Innovationscampus, die Textilfabrik 7.0 und ein Gewerbepark am Flughafen sollen das künftige Wachstum unterstützen. Eine stetige Nachfrage an Fachkräften, die von der Hochschule Niederrhein und lokalen Mittelständlern gedeckt wird, stärkt die Wirtschaft zusätzlich. Im IW-Dynamikranking 2024, das die wirtschaftliche Entwicklung in 401 deutschen Regionen misst, belegt Mönchengladbach nun Platz 27.

Die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Stadt gründet auf ihrer Diversifizierung in Logistik, Maschinenbau und Gesundheitswesen. Mit sinkenden Insolvenzzahlen und steigendem BIP hebt sich Mönchengladbach positiv von einer Region ab, in der viele andere Kommunen mit Schwierigkeiten ringen. Kontinuierliche Investitionen in Bildung und Infrastruktur deuten darauf hin, dass dieser positive Trend auch in den kommenden Jahren anhalten könnte.

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