Razzien in NRW: 17 Ermittlungen wegen Ausbeutung und illegaler Arbeit in Gastronomie
Elias KellerRazzien in NRW: 17 Ermittlungen wegen Ausbeutung und illegaler Arbeit in Gastronomie
Bei einer aktuellen Serie von Kontrollen in Aachen, Euskirchen und Heinsberg stand die Bekämpfung von Arbeitsausbeutung und illegaler Beschäftigung im Fokus. Die Überprüfungen waren Teil europaweiter Kontrolltage im September 2023. Während der Aktion wurden 56 Personen in 13 Gastronomiebetrieben überprüft.
Die Inspektionen wurden vom Hauptzollamt Aachen im Rahmen der EMPACT-Initiative gegen Menschenhandel geleitet. Innerhalb von zwei Tagen überprüften die Behörden die Identität von 20 Personen und leiteten 17 Ermittlungsverfahren ein. Darunter fielen Fälle von illegalem Aufenthalt, Lohnbetrug sowie Verstöße gegen die Arbeitszeiterfassung.
Sechs Ermittlungen betrafen illegalen Aufenthalt, vier weitere richteten sich gegen Personen, die diesen begünstigt oder unterstützt hatten. In fünf Fällen ging es um Verstöße gegen den Mindestlohn, in drei weiteren um vorenthaltene oder veruntreute Löhne. Zwei weitere Verfahren beschäftigten sich mit unzureichender oder fehlender Dokumentation der Arbeitszeiten.
In Euskirchen wurden drei Strafanzeigen wegen illegalen Aufenthalts und damit zusammenhängender Straftaten erstattet. Zudem wurde eine gesuchte Person der Polizei übergeben.
Die Kontrollen waren Teil einer groß angelegten europäischen Aktion im September 2023, an der sich 27 Länder und Regionen beteiligten. Das Hauptzollamt Aachen nimmt regelmäßig an solchen grenzüberschreitenden Maßnahmen teil, um illegale Beschäftigung und Ausbeutung zu bekämpfen.
Die Inspektionen führten zu mehreren Ermittlungsverfahren und mindestens einer Festnahme. Die Behörden überwachen weiterhin die Arbeitsbedingungen in der Region, um Ausbeutung entgegenzuwirken. Weitere Kontrollaktionen sind in zukünftigen Kontrollphasen geplant.






