Rheinmetall erhält Millionenauftrag für Luftabwehr – doch die Aktie fällt überraschend
Marie KrügerRheinmetall erhält Millionenauftrag für Luftabwehr – doch die Aktie fällt überraschend
Rheinmetall sichert Großauftrag für Luftabwehr im Wert von mehreren hundert Millionen Euro
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat einen bedeutenden Auftrag für sein Luftabwehrsystem Skyranger-35 erhalten, der von einem EU-Mitgliedstaat über den "Windfall-Profit-Mechanismus" für die Ukraine finanziert wird. Trotz des Millionen-Deals gab die Aktie des Unternehmens am Freitag an den wichtigsten Börsen um über 2 % nach.
Der neue Vertrag unterstreicht die hohe Nachfrage nach deutscher Luftabwehrtechnologie. Der Skyranger-35, der auf dem Fahrgestell des Leopard-1-Panzers basiert, wird bereits von der Bundeswehr und anderen europäischen Streitkräften eingesetzt. Die Produktion für diesen Auftrag erfolgt bei Rheinmetall Italia SpA in Rom.
In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Aktienkurs von Rheinmetall rasant entwickelt: Von rund 100 Euro Anfang 2022 stieg er bis auf über 2.000 Euro im Oktober 2025 – angetrieben durch Russlands Angriff auf die Ukraine und die darauf folgende Aufstockung der deutschen Militärausgaben um 48 Milliarden Euro. Dennoch verlor die Aktie trotz des aktuellen Großauftrags am Freitag 1,16 % an der XETRA und über 2 % bei Tradegate.
Die Rüstungsbranche bleibt volatil, wobei allgemeine Marktunsicherheiten oft die starke Performance einzelner Unternehmen überlagern. Eine aktuelle Analyse vom 11. Oktober untersuchte, ob die Rheinmetall-Aktie derzeit als Kauf oder Verkauf einzustufen ist – ein Zeichen für die gespaltene Stimmung unter Anlegern.
Der Auftrag festigt Europas Abhängigkeit von deutschen Verteidigungssystemen, insbesondere im Bereich der Luftabwehr. Dennoch bleibt die Rheinmetall-Aktie kurzfristig unter Druck – ein Beleg dafür, dass selbst große Aufträge nicht automatisch zu sofortigen Kurssteigerungen führen. Das langfristige Wachstum des Unternehmens hängt weiterhin von der geopolitischen Nachfrage und den Trends bei den Verteidigungsausgaben ab.






