"Runder Tisch gegen Gewalt": Steinfurter Netzwerk weitet seinen Kampf aus
Leon Kraus"Runder Tisch gegen Gewalt": Steinfurter Netzwerk weitet seinen Kampf aus
Der "Runde Tisch gegen häusliche Gewalt Kreis Steinfurt" hat sich in "Runder Tisch gegen Gewalt Kreis Steinfurt" umbenannt. Die Namensänderung spiegelt eine erweiterte Ausrichtung wider, die über häusliche Gewalt hinausgeht und nun auch sexualisierte Gewalt sowie schulbezogene Vorfälle umfasst. Die Entscheidung wurde gemeinsam getroffen und von allen Mitgliedern unterstützt.
Das Netzwerk, das 2005 gegründet wurde, konzentrierte sich ursprünglich auf häusliche Gewalt. Im Laufe der Zeit weitete es seine Arbeit auf andere Formen von Misshandlung aus, darunter sexualisierte Gewalt und Konflikte an Schulen. Agnes Denkler und Sabrina Veer betonten, dass die Bekämpfung häuslicher Gewalt weiterhin ein zentraler Schwerpunkt bleibe.
Mittlerweile umfasst die Gruppe über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen. Dazu gehören Frauenberatungsstellen, Frauenhäuser, Polizei, Justiz, Jugendamt, der Weiße Ring sowie die Kreisverwaltung, das Jobcenter und kommunale Vertreter. Auch Beratungsstellen für den Ausstieg aus der Prostitution, die Mathias-Spital-Klinik Rheine, die Jugendhilfe und weitere Fachdienste sind eingebunden.
Höhepunkt in diesem Jahr ist eine Fachtagung zum Thema Täterarbeit, die am 18. November in Emsdetten stattfindet. Die Veranstaltung ist Teil der fortlaufenden Bemühungen des Netzwerks, Gewalt in der Region einzudämmen. Weitere Informationen zu den Aktivitäten des Runden Tisches finden sich auf der Website: www.kreis-steinfurt.de/rundertisch.
Das umbenannte Netzwerk wächst weiter und vereint Institutionen und Expertinnen und Experten im Kampf gegen verschiedene Formen von Gewalt. Die anstehende Tagung in Emsdetten wird sich auf die Arbeit mit Tätern konzentrieren und unterstreicht damit das Engagement der Gruppe für Prävention und Unterstützung. Auf der Website erhalten Interessierte weitere Details zur Mitwirkung oder Hilfe.






