19 June 2026, 04:05

Sabotagewelle 2025: Wie Deutschland seine Verkehrsinfrastruktur verteidigt

100+ Angriffe auf deutsche Infrastruktur im Jahr 2025

Sabotagewelle 2025: Wie Deutschland seine Verkehrsinfrastruktur verteidigt

Deutschland verzeichnet 2025 drastischen Anstieg gezielter Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur

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Im Jahr 2025 hat Deutschland einen deutlichen Anstieg vorsätzlicher Anschläge auf seine Verkehrswege erlebt. Die Behörden melden 93 Fälle von gezielter Sabotage in diesem Jahr – ein erheblicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Bei den jüngsten Festnahmen handelt es sich um drei Männer, denen die Planung von Brand- und Bombenanschlägen auf den Güterverkehr vorgeworfen wird.

Das Jahr begann mit einem Brand in einem Berliner Kabelkanal im Januar. Das Feuer legte den Regionalverkehr lahm und wurde später von linksextremistischen Kreisen für sich reklamiert. Bis Ende Juli folgten zwei weitere Kabelbrände auf der Strecke Duisburg–Düsseldorf, die zu schweren Betriebsstörungen führten; in beiden Fällen wird Brandstiftung vermutet.

Im August durchtrennten Saboteure Kabel, die Weichen und Signale in der Nähe des Bahnhofs Coburg steuern. Einen Monat später schnitten unbekannte Täter mehrere Leitungen bei Leverkusen durch, wodurch ein Stellwerk außer Betrieb gesetzt wurde. Auch die Entgleisung eines Güterzugs bei Essen im Januar geht auf Sabotage zurück – ausgelöst durch eine auf den Gleisen platzierte Metallklemme.

Die Anschläge beschränken sich nicht auf Deutschland: Im Herbst 2025 führten zwei Ukrainer im Auftrag Russlands Sprengstoffanschläge auf eine Bahnstrecke zwischen Warschau und Lublin durch. Die deutschen Behörden haben zudem zwölf Straftaten unter der neuen Kategorie „agenturgestützte Sabotagehandlungen“ erfasst – eine 2025 eingeführte Klassifizierung.

Die Häufung der Sabotagefälle hat den Bahnverkehr massiv beeinträchtigt und die Sicherheitsbedenken verschärft. Zwölf Delikte fallen nun unter den neuen rechtlichen Tatbestand der sabotagebezogenen Agententätigkeit. Während die Ermittlungen andauern, wächst die Bedrohung für die Verkehrsinfrastruktur weiter.

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