Solingen bekommt neue Stroke Unit – doch Zeit und Geld drängen
Das Städtische Klinikum Solingen muss nun in kurzer Zeit eine neue neurologische Abteilung mit einer Stroke Unit errichten. Dieser Schritt folgt auf die Entscheidung der Kplus-Gruppe, ihre Pläne zur Verlegung der Schlaganfallversorgung nach Hilden aufzugeben. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz bezeichnete diese Entwicklung als „positiven Fortschritt für Solingen“.
Preuß-Buchholz betonte die Dringlichkeit, konkrete Zusagen von der Landesregierung einzufordern. Sie argumentierte, dass Millioneninvestitionen in die Gesundheitsversorgung für Solingen unverzichtbar seien. Scharfe Kritik aus der Kplus-Geschäftsführung wies sie als „peinlich und empörend“ zurück.
Die alleinige Verantwortung für die Schließung des St.-Lukas-Krankenhauses schrieb sie der Kplus-Führung zu. Zudem hinterfragte Preuß-Buchholz die Rolle des CDU-Landtagsabgeordneten Sebastian Haug. Sie erklärte, die Bürger erwarteten von ihm, dass er die Gesundheitsbedürfnisse Solingens über Landesparteinteressen stelle.
Die SPD-Fraktion begrüßte den Kurswechsel der Kplus-Gruppe bei der Verlegung der Schlaganfallversorgung. Preuß-Buchholz hob hervor, dass das Solinger Klinikum bereits hohe Standards in Diagnostik und Behandlung erfülle.
Nun steht das Krankenhaus vor der Aufgabe, zügig eine neue neurologische Abteilung aufzubauen. Landesmittel und klare Zusagen bleiben entscheidend für das Gelingen des Projekts. Die Entscheidung markiert einen wichtigen Schritt für die Gesundheitsversorgung in Solingen und im südlichen Kreis Mettmann.






