10 June 2026, 08:06

Solingen diskutiert über Lücken und Chancen in der Katastrophenvorsorge

FDP führt spannende Diskussion über lokale Katastrophenschutz

Solingen diskutiert über Lücken und Chancen in der Katastrophenvorsorge

In Solingen fand am Dienstagabend eine Podiumsdiskussion zum Thema Katastrophenvorsorge statt. Die von der FDP ausgerichtete Veranstaltung brachte lokale Verantwortungsträger und Fachleute zusammen, um die Reaktion der Stadt auf vergangene Notfälle zu bewerten. Dabei wurden unterschiedliche Einschätzungen zu Bereitschaftsgrad und Finanzierungsbedarf deutlich.

Die Diskussion wurde von Thorsten Kabitz moderiert und von Ute Klein organisiert. Dr. Ottmar Müller, Leiter der Solinger Feuerwehr, bezeichnete die Katastrophenbewältigung der Stadt im Jahr 2021 als gemischt. Er betonte, wie wichtig es sei, von Landes- und Bundesebene zusätzliche Mittel für eine bessere Vorsorge zu erhalten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Jan Welzel, Leiter der öffentlichen Ordnung in Solingen, argumentierte, dass die lokalen Behörden bereits gut auf mögliche Katastrophen vorbereitet seien. Allerdings kritisierte er die öffentlichen Erwartungen und forderte die Bürger auf, in Krisensituationen mehr Eigenverantwortung zu übernehmen. Yvonne Henn, Katastrophenschutzkoordinatorin der Stadt, sah in der Vorsorge eine Chance, proaktiv zu handeln.

Dr. Werner Pfeil wies auf Mängel im Umgang des Landes mit den Hochwasserkatastrophen 2021 hin. Er erklärte, die Bevölkerung hätte deutlich früher gewarnt werden können. Zudem forderte er klarere Strategien und zusätzliche Ressourcen für die Katastrophenvorsorge in ganz Nordrhein-Westfalen. Bürgerinnen und Bürger äußerten bei der Veranstaltung Bedenken hinsichtlich des Brandschutzes, insbesondere mit Blick auf die großen Waldgebiete Solingens.

Die Diskussion zeigte sowohl Stärken als auch Lücken in der Katastrophenplanung Solingens auf. Die Verantwortlichen waren sich einig, dass Strategien und Ressourcen verbessert werden müssen. Deutlich wurde dabei auch, dass sowohl Behörden als auch Bürger eine zentrale Rolle bei der Stärkung der Krisenreaktion spielen.

Quelle