Solingen plant drastische Erhöhung der Kita-Gebühren – Wirtschaft warnt vor Familienflucht
Marie KrügerSolingen plant drastische Erhöhung der Kita-Gebühren – Wirtschaft warnt vor Familienflucht
Solingens Oberbürgermeister hat Pläne angekündigt, die Gebühren für Kinderbetreuung drastisch zu erhöhen. Lokale Wirtschaftsführer haben scharf kritisiert und warnen, dass dieser Schritt Familien aus der Stadt vertreiben könnte.
Die Verwaltung von Oberbürgermeister Tim Kurzbach beabsichtigt, die Kosten für Kitas zu erhöhen. Gerlinde Steingruber, Vorsitzende des Mittelstandsverbands, erklärte, die hohen Gebühren könnten junge Familien davon abhalten, nach Solingen zu ziehen. Sie wies darauf hin, dass benachbarte Kommunen deutlich weniger oder gar keine Gebühren erheben.
Marc Westkämper, stellvertretender Vorsitzender des Verbands, bezeichnete die Gebührenerhöhungen als „rückschrittliche, frauenfeindliche Politik“. Er argumentierte, teure Kinderbetreuung könnte Frauen davon abhalten, nach der Geburt wieder in den Beruf einzusteigen. Sowohl Steingruber als auch Westkämper kritisierten zudem, dass der Oberbürgermeister nicht die Verwaltungskosten durch Personalabbau senke.
Die geplanten Gebührenerhöhungen stoßen bei lokalen Wirtschaftvertretern auf massive Ablehnung. Sie befürchten, dass die Änderungen Familien aus Solingen vertreiben und berufstätige Mütter benachteiligen werden. Die Debatte über die umstrittene Maßnahme wird voraussichtlich anhalten, während die Pläne weiter vorangetrieben werden.






