Solinger Kirche stärkt Schutz vor sexualisierter Gewalt mit klarem Konzept
Elias KellerSolinger Kirche stärkt Schutz vor sexualisierter Gewalt mit klarem Konzept
Die Evangelische Kirche in Solingen verfügt seit 2018 über ein Schutzkonzept, das sexualisierte Gewalt und Verstöße gegen die sexuelle Selbstbestimmung verhindern soll. Das Konzept enthält klare Richtlinien zur Meldung von Vorfällen sowie zur Einbindung der Strafverfolgungsbehörden, sofern dies erforderlich ist.
Das Schutzkonzept regelt das Vorgehen bei Meldungen und schreibt verbindliche Schulungen für Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Führungskräfte vor. Bei begründetem Verdacht auf strafbare Handlungen schaltet die Kirche die Ermittlungsbehörden ein. Betroffenen stehen zudem Vertrauenspersonen zur Seite, deren Kontaktdaten auf der Website der Kirche unter www.klingenkirche.de zu finden sind.
Unterstützung bieten die Vertrauenspersonen der Kirche unter der Rufnummer 0212 / 287 - 301 oder per E-Mail an [email protected]. Die unabhängige Organisation FABS hilft ebenfalls weiter und ist unter 0212 / 586118 oder [email protected] erreichbar.
Annette Kurschus trat kürzlich als Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie als Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen zurück. Sie bestritt, von schweren Vorwürfen gegen einen Kirchenmitarbeiter in den späten 1990er-Jahren gewusst zu haben. Thomas Förster, stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Solingen, erklärte, ihr Rücktritt ermögliche es, den Fokus wieder auf die Unterstützung und den Schutz der Opfer zu lenken.
Die Evangelische Kirche in Solingen setzt ihr Schutzkonzept weiterhin konsequent um. Sie bietet Schulungen, Meldewege und Hilfsangebote für Betroffene an und bleibt entschlossen, sexualisierte Gewalt innerhalb der Gemeinde zu bekämpfen.






