Neuer Bochum-Trainer Rosler kritisiert Trainingsmangel - Uwe Rösler übernimmt VfL Bochum vor dem Showdown gegen Hertha BSC
Der VfL Bochum hat Uwe Rösler als neuen Cheftrainer verpflichtet – rechtzeitig vor dem entscheidenden Spiel gegen Hertha BSC. Der 55-Jährige übernimmt das Amt nach der Entlassung von Dieter Hecking vor einem Monat und der kurzen Interimszeit unter David Siebers. Sein erstes Spiel an der Seitenlinie wird am Samstagabend um 20:30 Uhr live bei RTL und Sky übertragen.
Rösler bringt reichlich Erfahrung mit: In der Saison 2020/2021 trainierte er Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga. Zuvor war er als Coach in England, Schweden, Norwegen und Dänemark tätig. Seine Verpflichtung kommt zu einer schwierigen Phase für Bochum, das mit nur drei Punkten aus acht Spielen aktuell Tabellenletzter ist.
Der neue Trainer kritisierte bereits den modernen Fußball, in dem seiner Meinung nach zu stark auf das Coaching gesetzt werde – besonders in den Nachwuchsakademien würden junge Spieler oft überinstruiert. Dies führe zu Kommunikationsproblemen auf dem Platz, ein zentrales Thema, das er angehen will. Rösler kündigte spürbare Veränderungen im Spielstil an, verglichen mit den jüngsten Leistungen unter Interimstrainer Siebers.
Bochums Probleme sind in dieser Saison offenkundig. Trotz einer kurzen Phase der Stabilisierung nach Heckings Abgang gewann die Mannschaft nur eines der letzten neun Spiele, spielte siebenmal Unentschieden und verlor einmal. Die 2:3-Heimniederlage gegen Holstein Kiel am 22. März ließ den Vorsprung auf die Abstiegsränge auf nur noch vier Punkte schrumpfen.
Röslers erste Bewährungsprobe wird das Duell gegen Hertha BSC – ein Spiel, das den Ton für Bochums Klassenerhalt angeben könnte. Angesichts der jüngsten Leistungen ist dringender Handlungsbedarf erkennbar, und die Fans hoffen, dass Röslers Erfahrung und taktische Anpassungen die Wende bringen. Sein Ansatz wird genau beobachtet werden.






