27 March 2026, 14:14

Wie Misstrauen gegen Institutionen den Rechtspopulismus stärkt – eine neue Analyse

Eine Gruppe von Menschen h├Ąlt ein Transparent mit der Aufschrift "├ľffne die Grenzen, rette Leben, bek├Ąmpfe Faschismus" vor einem Geb├Ąude mit Glasfenstern und einem Mast.

Wie Misstrauen gegen Institutionen den Rechtspopulismus stärkt – eine neue Analyse

Der Soziologe Aladin El-Mafaalani hat ein neues Buch mit dem Titel "Gemeinschaften des Misstrauens" veröffentlicht, in dem er untersucht, wie der schwindende Glaube an öffentliche Institutionen den Rechtspopulismus befeuert. Seine Forschung zeigt, wie misstrauische Menschen sich zusammenschließen und so Skepsis gegenüber Staat, Gerichten, Wissenschaft und Medien verstärken.

El-Mafaalani argumentiert, dass rechtsextreme Parteien wie die deutsche AfD, sobald sie an Macht gewinnen, nicht einfach als inkompetent entlarvt oder diskreditiert werden können. Stattdessen bilden ihre Anhänger eng verbundene Gruppen – sogenannte "Gemeinschaften des Misstrauens" –, in denen das Misstrauen gegenüber etablierten Institutionen zu einer gemeinsamen Identität wird.

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Digitale Plattformen haben diesen Trend noch verstärkt, da sie es misstrauischen Menschen erstmals ermöglichen, sich im großen Stil zu vernetzen und zu organisieren. Diese Netzwerke unterstützen häufig Parteien wie die AfD, deren Kernideologie die liberale Demokratie ablehnt. Populistische Strategen, so El-Mafaalani, arbeiten gezielt daran, das Vertrauen in zentrale Institutionen zu untergraben und die gesellschaftliche Spaltung zu vertiefen.

Seine Analyse wirft auch ein Licht auf weitere politische Verschiebungen, etwa den Aufstieg von Figuren wie Donald Trump. Indem er nachzeichnet, wie sich Misstrauen ausbreitet, schlägt El-Mafaalani neue Wege vor, um dem Rechtspopulismus wirksamer zu begegnen.

El-Mafaalanis Arbeit bietet einen analytischen Rahmen, um den wachsenden Einfluss der AfD und die Mechanismen politischen Misstrauens zu verstehen. Ohne die Erosion des Vertrauens in Institutionen anzugehen, warnt er, könnten Bemühungen zur Bekämpfung des Populismus scheitern. Die Erkenntnisse des Buches unterstreichen die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen, um das öffentliche Vertrauen wiederherzustellen.

Quelle