26 March 2026, 06:09

Wie Solingen und Emsdetten die Innenstädte der Zukunft neu erfinden

Stadtstraße mit Fahrzeugen, eine Fußgängerbrücke mit Menschen, Strommasten mit Drähten, Gebäude und ein bewölkter Himmel.

Wie Solingen und Emsdetten die Innenstädte der Zukunft neu erfinden

Rund 30 Stadtplaner und Vertreter aus etwa 20 Kommunen trafen sich kürzlich in Solingen, um über die Zukunft der Innenstädte zu diskutieren. Die Veranstaltung in der Gläsernen Werkstatt konzentrierte sich auf die Belebung von Fußgängerzonen und die Anpassung an sich wandelnde städtische Anforderungen. Die Teilnehmer betonten, dass veraltete, auf den Einzelhandel ausgerichtete Konzepte den heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden.

Organisiert wurde das Treffen vom NRW-Netzwerk Stadtentwicklung, einem einzigartigen Bündnis von rund 160 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Das Netzwerk fördert den Wissensaustausch und die gemeinsame Lösung von Herausforderungen. Dortmund, ein festes Mitglied, bringt sich regelmäßig in die Diskussionen ein – etwa in der Arbeitsgruppe Innenstadt.

Als Ausgangspunkt der Debatten diente Solingens eigene Stadtentwicklungsstrategie City 2030. Andreas Budde, stellvertretender Bürgermeister der Stadt, unterstrich die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Kommunen. Er argumentierte, dass gemeinsame Probleme wie rückläufige Besucherfrequenzen und veränderte Einzelhandelsstrukturen nur durch kollektive Lösungsansätze zu bewältigen seien.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Als vorbildliches Beispiel galt Emsdetten mit seinem innovativen Umgang mit Fußgängerzonen. Zudem wurden neue Mobilitätsideen diskutiert, etwa die Öffnung dieser Bereiche für Radfahrer, um die Attraktivität und Nutzung zu steigern. Fachleute waren sich einig: Eine erfolgreiche Aufwertung erfordert mutige Entscheidungen, langfristiges Engagement und eine klare gemeinsame Vision.

Der Tenor war deutlich: Innenstädte müssen sich zu lebendigen Lebensräumen entwickeln – mit mehr als nur Läden. Gefragt sind attraktiver Wohnraum, gut gestaltete öffentliche Flächen und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, die Anwohner und Besucher gleichermaßen anziehen.

Das Treffen bestätigte, dass Zusammenarbeit und frische Ideen entscheidend sind, um urbane Räume zu transformieren. Städte wie Solingen und Emsdetten testen bereits neue Strategien, während Plattformen wie das NRW-Netzwerk den Rahmen für breitere Veränderungen bieten. Die nächsten Schritte dürften darin bestehen, die Diskussionen in konkrete Projekte in ganz Nordrhein-Westfalen umzusetzen.

Quelle