Georg Baselitz stirbt mit 88 – ein Abschied kurz vor der Biennale-Eröffnung
Lara MeyerGeorg Baselitz stirbt mit 88 – ein Abschied kurz vor der Biennale-Eröffnung
Der berühmte Maler Georg Baselitz ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Bekannt für seine kühnen, auf den Kopf gestellten Kompositionen, galt er als eine der prägendsten Figuren der Nachkriegskunst. Sein Tod ereignet sich just in dem Moment, in dem er in Venedig eine neue Ausstellung im Rahmen der Biennale eröffnen wollte.
In den 1960er-Jahren stieg Baselitz als einer der wichtigsten Vertreter des Neo-Expressionismus zu Ruhm auf. Sein Markenzeichen – die umgedrehten Motive – stellte traditionelle Perspektiven infrage und machte ihn weltweit bekannt. Über Jahrzehnte hinweg prägte sein Werk die zeitgenössische Kunst in ganz Europa.
Geboren in Deutschland, nahm er 2015 die österreichische Staatsbürgerschaft an. Noch in diesem Jahr schenkte er dem Museum der Moderne in Salzburg eines seiner Werke. Die Institution zeigte zudem kurz vor seinem Tod eine große Retrospektive seiner Arbeiten.
Der Künstler hatte sich auf die Eröffnung einer weiteren Ausstellung in Venedig vorbereitet, die im Rahmen des renommierten Biennale-Programms der Stadt geplant war.
Baselitz hinterlässt ein Erbe einflussreicher Gemälde und einen bleibenden Eindruck in der modernen Kunst. Seine ikonischen, kopfstehenden Leinwände bleiben unvergessen, und seine jüngsten Ausstellungen markieren den Abschluss einer langen, gefeierten Karriere. Die Biennale in Venedig wird nun ohne seine Anwesenheit stattfinden.






