Spektakulärer Bankraub in Gelsenkirchen: 3.250 Schließfächer geknackt – und die Frage nach Sicherheit bleibt

Kriminalermittler fordern Kontrollmechanismen für Schließfächer - Spektakulärer Bankraub in Gelsenkirchen: 3.250 Schließfächer geknackt – und die Frage nach Sicherheit bleibt
Ein jüngster Bankraub in Gelsenkirchen hat die Debatte über die Sicherheit und Regulierung von Schließfächern neu entfacht. Die Diebe drangen in einen Archivraum ein, bohrten sich durch den Tresor und öffneten fast alle 3.250 Kundenfächer. Unterdessen fordert die Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) strengere Kontrollen, um mögliche Geldwäscherisiken einzudämmen.
Der Raub in Gelsenkirchen war monatelang akribisch geplant worden. Die Täter studierten zuvor die räumliche Struktur der Bank, bevor sie ein großes Loch in den Tresor bohrten. Einmal im Inneren, knackten sie nahezu jedes Fach und stahlen Inhalte, die bis heute nicht näher spezifiziert wurden.
Oliver Huth, Landesvorsitzender der BDK in Nordrhein-Westfalen, warnt seit Langem vor den Gefahren unkontrollierter Schließfächer. Sein Argument: Jeder könne dort Gegenstände – darunter auch große Bargeldbeträge – ohne bankseitige Überprüfung lagern. Huth hinterfragte, warum Menschen Geld in einem Fach statt auf einem Sparkonto aufbewahren, und verwies auf einen Fall, in dem eine Kindergärtnerin 300.000 Euro in bar hortete. Banken wissen derzeit nicht, was ihre Kunden in den Fächern deponieren. Zwar arbeitet die Prüforganisation SecurServ mit den Instituten an Geldwäschepräventionsmaßnahmen (AML), doch gelten diese Regeln nur für die Fächer selbst – nicht für deren Inhalt. Ein Anwalt betroffener Kunden widersprach Behauptungen, beschlagnahmte Fächer hätten illegale Gelder enthalten, und betonte, viele Besitzer hätten den legalen Besitz nachweisen können. Trotz wachsender Bedenken unterliegen Schließfächer weiterhin nicht der Regulierung durch die sechste EU-Geldwäscherichtlinie. Huth besteht darauf, dass zwar die meisten Nutzer gesetzestreu seien, es aber vermutlich 'schwarze Schafe' gebe, die das System ausnutzten.
Der Raub in Gelsenkirchen hat Schwachstellen bei der Sicherung von Bankfächern offenbart. Die Forderungen nach schärferen Kontrollen halten an, während Behörden auf Lücken in den aktuellen AML-Vorschriften hinweisen. Ohne Änderungen bleibt das Risiko unentdeckter illegaler Lagerung – oder weiterer spektakulärer Diebstähle – bestehen.

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