Telekom stoppt umstrittene Netzwerk-Werbung nach Gerichtseingriff
Deutsche Telekom ändert Netzwerknamen – Werbekampagne löst Verwirrung und rechtliche Probleme aus
Die Deutsche Telekom hat kürzlich den Netzwerknamen auf den Handys ihrer Kunden geändert, um ihren Dienst als das "beste Netz" zu bewerben. Die Aktion sorgte für Verunsicherung, da einige Nutzer einen Sicherheitsvorfall befürchteten. Ursprünglich sollte die Kampagne bis zum 22. Februar laufen, doch nach rechtlichem Druck beendete das Unternehmen sie vorzeitig.
Der Werbegag begann im Januar, als der Netzwerkbezeichner auf den Geräten der Nutzer in "Im besten Netz" geändert wurde. Für die Telekom war dies kein Novum: Während der frühen COVID-19-Lockdowns hatte sie stattdessen "StayHome T.de" angezeigt.
Viele Kunden reagierten besorgt und fragten sich, ob ihre Geräte kompromittiert worden seien. Andere kritisierten, dass persönliche Endgeräte für ungewünschte Werbung genutzt wurden. Anfang Februar zeigten Tests, dass neu aktivierte SIM-Karten und eSIM-Profile den Slogan nicht mehr trugen – ein Zeichen für das abrupten Ende der Kampagne.
Laut Berichten erließ das Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung, die das Unternehmen zwang, schneller als geplant zum ursprünglichen Netzwerknamen "Telekom.de" zurückzukehren. Die Telekom hatte den 22. Februar ursprünglich als Enddatum der Aktion festgelegt. Das Gericht gab keine weiteren Details bekannt, da es an konkreten Fallinformationen wie einer Aktennummer oder dem Namen des Antragstellers fehlte.
Bisher sind keine früheren Urteile des Düsseldorfer Landgerichts zu ähnlichen Mobilfunk-Werbekampagnen von Telekommunikationsanbietern bekannt. Allerdings bestätigte das Oberlandesgericht Düsseldorf in einem unrelateden Fall am 10. Februar 2026 ein Kölner Urteil aus dem Jahr 2024. Demnach muss eine Tochtergesellschaft von Meta über 30 Millionen Euro an die Deutsche Telekom zahlen – als Ausgleich für Datenaustausch-Dienstleistungen im Zusammenhang mit Apps wie Facebook, WhatsApp und Instagram.
Die Werbeaktion der Deutschen Telekom endete vorzeitig nach rechtlicher Intervention. Das Unternehmen musste den standardmäßigen Netzwerknamen wiederherstellen und brach damit eine Kampagne ab, die bereits für weitverbreitete Verwirrung gesorgt hatte. Der Vorfall zeigt die potenziellen Risiken auf, die mit der Nutzung mobiler Endgeräte als direkte Werbeplattformen ohne klare Zustimmung der Nutzer verbunden sind.
Neue Details zum umstrittenen Netzwerknamen-Kampagnen von Telekom auftauchen
Die Netzwerknamen-Kampagne von Telekom begann am 22. Januar 2026 mit einem stillen Carrier-Update. Wichtige Erkenntnisse aus den angereicherten Daten:
- Die Änderung wurde ohne Zustimmung des Benutzers über ein 'stilles' Carrier-Update durchgeführt.
- Ältere Geräte und Xiaomi-Telefone zeigten unbeständige Ergebnisse.
- Der Schritt war Teil des Ziels von Telekom im Jahr 2026, die Glasfaserbreitbandversorgung auf 2,5 Millionen Haushalte auszudehnen.