Neue Gemeinde-Dolmetscher in NRW brechen Sprachbarrieren in Sozialwesen und Gesundheit
Leon KrausNeue Gemeinde-Dolmetscher in NRW brechen Sprachbarrieren in Sozialwesen und Gesundheit
Eine neue Gruppe gemeindebasierter Übersetzerinnen und Übersetzer hat in Nordrhein-Westfalen erfolgreich ein spezialisiertes Ausbildungsprogramm abgeschlossen. Die Fachkräfte werden künftig städtische Behörden, Beratungsstellen und Vereine in den Bereichen Soziales, Bildung und Gesundheitswesen unterstützen. Ihr Einsatz soll Sprachbarrieren für hilfsbedürftige Bürgerinnen und Bürger überwinden.
Das seit 2018 laufende Qualifizierungsprogramm hat nun seinen sechsten Jahrgang zertifizierter Dolmetscher hervorgebracht. Die Teilnehmer absolvierten jeweils über 40 Stunden Unterricht mit Schwerpunkt auf interkultureller Kommunikation und Dolmetschtechniken. Voraussetzung für die Teilnahme waren muttersprachliche Kompetenz in der Herkunftssprache sowie Deutschkenntnisse auf Niveau B2.
Viele der frisch ausgebildeten Dolmetscher bringen akademische und berufliche Erfahrungen aus Bereichen wie Biologie, Medizin oder Ingenieurwesen mit. Gemeinsam decken sie 14 verschiedene Sprachen ab und ermöglichen so eine bessere Erreichbarkeit für vielfältige Gemeinschaften. Die Initiative wird vom Land Nordrhein-Westfalen finanziert und vom Kommunalen Integrationszentrum organisiert. Die Dolmetscher werden nun in öffentlichen Einrichtungen wichtige Unterstützung leisten – etwa bei der Orientierung in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Bildung und Sozialhilfe.
Der erweiterte Pool an Dolmetschern stärkt die Fähigkeit der Region, nicht deutschsprachige Bewohner zu versorgen. Durch ihr Fachwissen verbessern sie die Kommunikation zwischen Dienstleistern und Bürgerinnen und Bürgern mit Sprachhürden. Das Programm wächst kontinuierlich, jedes Jahr kommen weitere qualifizierte Kräfte hinzu.
