RWE startet Europas größte grüne Wasserstoffanlage und beflügelt die Aktienprognosen

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RWE startet Europas größte grüne Wasserstoffanlage und beflügelt die Aktienprognosen

RWE hat mit der Inbetriebnahme der größten grünen Wasserstoffanlage Europas einen bedeutenden Schritt in der erneuerbaren Energie gemacht. Der 100-Megawatt-Elektrolyseur in Lingen ist nun betriebsbereit und beliefert Stahlproduzenten im Ruhrgebiet. Unterdessen haben Finanzanalysten ihre Prognosen für das Unternehmen nach oben korrigiert und erwarten ein starkes Wachstum.

Die Experten der UBS sehen erhebliches Kurspotenzial und haben ihr Kursziel von 45 auf 55 Euro angehoben, während sie die Einstufung „Kaufen“ beibehalten. Der Essener Energiekonzern treibt zudem Aktienrückkäufe voran, was das Vertrauen in die Zukunft des Unternehmens stärkt.

Die Anlage in Lingen markiert einen wichtigen Meilenstein in RWEs Wasserstoffstrategie. Mit einer Kapazität von 100 Megawatt produziert sie grünen Wasserstoff für industrielle Anwendungen, darunter Stahlwerke im Ruhrgebiet. Speichersysteme sorgen für eine ausgeglichene Versorgung und gewährleisten eine zuverlässige Belieferung der Kunden.

Die Expansionspläne sind bereits in vollem Gange. Bis 2027 soll die Kapazität des Standorts auf 300 Megawatt verdreifacht werden. Ein 15-Jahres-Vertrag mit TotalEnergies sichert die Lieferung von Wasserstoff an die Raffinerie in Leuna und garantiert so eine langfristige Nachfrage. Dieses Wachstum steht im Einklang mit Deutschlands Bestrebungen, die Energieversorgung sauberer zu gestalten – auch wenn die Gasreserven Anfang 2026 mit unter 52 % Füllstand kritisch niedrig bleiben.

Die angespannte Gasversorgung birgt mittelfristige Risiken, doch neue LNG-Terminals an Nord- und Ostsee haben die akuten Engpässe gemildert. RWEs Umstieg auf Alternativen wie Wasserstoff hilft, diesen Druck abzufedern.

Auf finanzieller Ebene erwartet die UBS nun ein Kursplus von über 20 % für die RWE-Aktie. Analystin Wanda Serwinowska nannte mehrere Treiber für das Aktienkurswachstum bis 2028. Allein im Januar 2026 kauften RWE-Tochtergesellschaften in Großbritannien 1.797 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 41,18 Pfund zurück und investierten dabei rund 74.000 Pfund, um den Bestand an ausstehenden Aktien zu verringern.

Mit dem Ausbau der Wasserstoffproduktion und einer soliden finanziellen Perspektive ist RWE gut für die Energiewende aufgestellt. Die geplante Verdreifachung der Kapazität in Lingen bis 2027 und langfristige Verträge mit Industriekunden sichern stabile Einnahmequellen. Angesichts der angehobenen Kursziele der Analysten und der fortgesetzten Aktienrückkäufe scheint das Unternehmen auf weitere Erfolge in den kommenden Jahren hinzusteuern.

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