Vonovia-Chef fordert Reform der Mietpreisbremse - Vonovia-Chef fordert Mietpreisbremse-Reform bei seinem Abschied
Deutschlands größter Wohnungsvermieter Vonovia fordert Reform der Mietpreisbremse Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender von Vonovia, der zum Jahresende zurücktritt, kritisiert die aktuellen Mietregulierungen als sozial ungerecht und verschärfend für die Wohnungsnot. Er plädiert für eine Neugestaltung, die einkommensschwache Mieter schützt, gleichzeitig aber faire Mieten für alle ermöglicht. Die 2015 eingeführte Mietpreisbremse begrenzt in angespannten Wohnungsmärkten die Miete für Neuverträge auf maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Doch Buch bezeichnet die Regelung als "massiven Eingriff", der Bedürftige nicht mehr schütze und willkürlich auch Gutverdiener in ihrer Mietgestaltung einschränke. Sein Nachfolger wird Luka Mucic, ehemaliger SAP-Manager und aktueller Finanzvorstand von Vodafone. Buch, der sich seit Langem für mehr Wohnraum und Transparenz auf dem Immobilienmarkt einsetzt, lehnt eine Abschaffung der Mietpreisbremse ab, fordert aber eine ausgewogene Gesetzgebung, die nachhaltigen Wohnungsbau fördert und Mieterrechte wahrt. Unter Buchs Führung wuchs Vonovia durch Übernahmen wie Gagfah, Buwog und Deutsche Wohnen zum größten deutschen Wohnungsunternehmen. Im ersten Dreivierteljahr 2023 verbuchte der Konzern einen Nettogewinn von rund 3,4 Milliarden Euro – ein deutlicher Umschwung nach dem Vorjahresverlust von etwa 592 Millionen Euro. Die durchschnittliche Kaltmiete bei Vonovia stieg auf 8,28 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 4,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Mit Mucic als neuem CEO will Vonovia weiter auf eine Reform der Mietpreisbremse drängen. Als einflussreicher Akteur auf dem Wohnungsmarkt setzt sich das Unternehmen für eine ausgewogene Regulierung ein, die den Druck auf den Markt verringert und gleichzeitig Mieterrechte stärkt.
