Bahn testet neues Fahrplankonzept in vier NRW-Städten bis 2026
Neues Pilotprojekt verändert Bahnfahrpläne in vier nordrhein-westfälischen Städten
Ab sofort wird in Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch und Jüchen ein neues Modell für Bahnfahrpläne erprobt: Statt von örtlichen Bahnhöfen aus fahren die Züge nun von zentralen Standorten aus. Die Testphase läuft bis Ende Mai 2026 und soll die Fahrzeiten verkürzen sowie die Präsenz der Bahn im öffentlichen Raum erhöhen.
Im Rahmen des neuen Systems werden die Züge für Kaarst, Korschenbroich und Meerbusch künftig von der Bahnstation Kaarst aus eingesetzt. Die Züge für Jüchen starten hingegen in Grevenbroich. Trotz dieser Zentralisierung bleibt die personelle Besetzung in den einzelnen Kommunen auf demselben Niveau wie vor Beginn des Pilotversuchs.
Die örtlichen Bahnstationen bleiben für Fahrgäste wie gewohnt geöffnet. Sollte vor Ort kein Personal anwesend sein, werden Anrufe automatisch an die Bahnleitstelle weitergeleitet, sodass stets Hilfe erreichbar ist. Die Revierbeamten setzen ihre regulären Fußstreifen in den zugewiesenen Bezirken fort und sorgen so für eine sichtbare Präsenz in den Stadtteilen. Ziel der Umstellung ist es, überflüssige Fahrten zu reduzieren und Einsatzkräfte schneller am Einsatzort zu haben. Während der gesamten Testphase werden die Behörden die Leistung bewerten, um zu prüfen, ob das neue Konzept die Effizienz steigert. Im Fokus stehen dabei kurze Reaktionszeiten und eine hohe Bahnsichtbarkeit.
Das Pilotprojekt sieht keine Kürzung der Bahnmitarbeiter vor, sondern organisiert lediglich die Einsatzplanung neu. Durch die zentrale Disposition der Züge können die Beamten mehr Zeit im Fahrdienst verbringen und weniger mit Fahrten zwischen den Bahnhöfen. Der Versuch läuft über ein Jahr, wobei laufend ausgewertet wird, welche langfristigen Auswirkungen die Neuerung mit sich bringt.
